weather-image
23°

Dabei lauert die Lust an der Katastrophe in uns allen

Kommentar: Gaffer sind immer die anderen

Ich kann es nicht mehr sehen. Nach jedem Brand, nach jedem schweren Unfall das gleiche Bild: Verschämt starren die einen aus dem Auto, dreist gaffen die anderen am Straßenrand. Und der Rest echauffiert sich in den Sozialen Medien über das unmögliche Verhalten. „Alle einbuchten“, sagen die einen, „reicht nicht, direkt verprügeln“, die anderen.

veröffentlicht am 27.09.2018 um 17:39 Uhr

270_0900_109862_b_brandf10_2709.jpg
DSC_8809

Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Doch seien wir mal ehrlich: Es gibt eine Schnittmenge zwischen beiden Gruppen – und die ist größer, als sich so manch einer eingestehen möchte.

Die Faszination an der Katastrophe steckt tief in uns allen. Zehntausende Zugriffe auf unseren Online-Artikelzum Brand sprechen eine deutliche Sprache.

Und das ist okay. Was nicht okay ist: Rund um den Ort der Katastrophe herumlungern. Einsatzkräfte – absichtlich oder unabsichtlich – belästigen. Langsame Runden rund um den Ort des Geschehens drehen.

Wenn es brennt: Haut ab! Nicht nur direkt vom Feuer. Umfahrt das Gebiet weiträumig. Schaut euch von mir aus die Videos auf Facebook an. Lest am nächsten Tag die Zeitung. Aber lasst die Einsatzkräfte in Ruhe arbeiten.

Noch besser: Tretet in die Feuerwehr ein. Arbeitet beim DRK mit. Oder im THW. Dort lernt man zu helfen, statt zu gaffen.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare