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FC Hevesen beklagt Maulwürfe und Baumfällaktion / Vorsitzender: Plätze sind im Eimer

Kreispokal-Endspiel in Gefahr?

BÜCKEBURG/ACHUM. Ein wenig positives Bild hat Friedhelm Winkelhake über den Zustand der Fußballspielfelder des FC Hevesen gezeichnet. „Beide Plätze sind im Eimer“, gab der Vereinsvorsitzende während der Delegiertenversammlung des Forums Bückeburger Sportvereine unmissverständlich zu verstehen. Den Plätzen setzen vor allen Dingen Maulwürfe zu. Darüber hinaus lässt die Qualität des Rasens zu wünschen übrig. „Die Wiese stammt noch vom Tommy“, ließ Winkelhake im Forum wissen. Spieler und Trainer seien sehr bedrückt. „Der Status quo ist nur schwer zu ertragen“, fügte der Vorsitzende hinzu.

veröffentlicht am 04.03.2019 um 15:14 Uhr
aktualisiert am 04.03.2019 um 17:20 Uhr

Der Maulwurf hält dem FC Hevesen seit mehreren Jahrzehnten die Treue. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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BÜCKEBURG/ACHUM. Ein wenig positives Bild hat Friedhelm Winkelhake über den Zustand der Fußballspielfelder des FC Hevesen gezeichnet. „Beide Plätze sind im Eimer“, gab der Vereinsvorsitzende während der Delegiertenversammlung des Forums Bückeburger Sportvereine unmissverständlich zu verstehen.

Den Plätzen setzen vor allen Dingen Maulwürfe zu. Darüber hinaus lässt die Qualität des Rasens zu wünschen übrig. „Die Wiese stammt noch vom Tommy“, ließ Winkelhake im Forum wissen. Spieler und Trainer seien sehr bedrückt. „Der Status quo ist nur schwer zu ertragen“, fügte der Vorsitzende hinzu.

Für das Problem der unterirdischen Spielverderber zeichnete sich im Anschluss an die Delegiertenversammlung eine Lösungsmöglichkeit ab. Die unter Naturschutz stehenden Tiere können womöglich durch eine Spezialfirma vergrämt werden, hat Winkelhake im Gespräch mit Jochen Beug vom Amt für Naturschutz des Landkreises in Erfahrung gebracht.

Im Anschluss an umfangreiche Auslichtungen besteht an einigen Stellen freie Sicht auf den B-Platz. Foto: bus

Eine weitere Problematik wartet unterdessen noch auf eine zufriedenstellende Lösung. An der Achumer Wiese sind mehrere große Bäume gefällt worden, die – Schilderungen des Vereins zufolge – auch dem Aufhalten von über das Ziel hinausgeschossenen Fußbällen gedient hätten. Da diese Funktion nun nicht mehr in ausreichendem Maß gegeben ist, plädiert Winkelhake für die Errichtung eines Fangzaunes.

Über dessen möglichst zeitnahe Aufstellung konnte im Verlauf eines eigens anberaumten Ortstermins mit Bürgermeister Reiner Brombach und Lennard Braun (Fachgebietsleiter Bürgerservice) kein Einvernehmen erzielt werden. Das verstimmt den Vorsitzenden auch mit Blick auf das in diesem Jahr auf dem Programm stehende Vereinsjubiläum. „Der FC besteht 2019 seit 100 Jahren, und wir wollen am Pfingstwochenende das Kreispokal-Endspiel ausrichten“, erläutert Winkelhake. Spätestens bis dahin müsse die Haftungsfrage geklärt sein.

Auskünften von Ortsvorsteher Gerhard Schöttelndreier gemäß befinde sich die Anlage im Eigentum der Stadt, die somit auch für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich zeichne. „Nach der umfangreichen Auslichtung muss etwas passieren, und zwar schnell“, betont der Ortsvorsteher, der zudem die Gefährdung von Spielern und insbesondere von Kindern und Jugendlichen ins Feld führt. In letzter Konsequenz könne die Nichterrichtung des Fangzaunes den Rücktritt des FC-Vorstandes nach sich ziehen.

Der aus einer Tennis- und einer Fußballabteilung bestehende Verein verfügt über rund 320 Mitglieder. In der Fußballsparte nehmen bei den Senioren fünf Teams am Spielbetrieb teil; bei den Kindern und Jugendlichen sind alle Altersbereiche von der G- bis zu den A-Junioren besetzt. „Die Jugendarbeit stellt bei uns ein zentrales Thema dar“, erklärt Winkelhake.

Der FC führt seine Wurzeln auf den 1919 gegründeten Sportverein VfL Echtorf sowie auf den 1922 aus der Taufe gehobenen Ballspielverein Blau-Weiß Meinsen und den 1928 gegründeten Arbeiter- und Sportverein Rusbend zurück. Der Name „Fußball-Club Hevesen“ taucht erstmals im August 1946 auf, nachdem sich die (zwischenzeitlich umbenannten) Vereine TuS Rusbend und GfL Echtorf zusammengeschlossen hatten. In den Nachkriegsjahren bot der Fusionsklub auch Tischtennis-, Handball- und Schachspielern sowie Leichtathleten eine Heimat. 1966 wurden erstmals Spiele auf der „Achumer Wiese“ ausgetragen.

Für das Jahr 1999 hält die Chronik fest: Der Verein feiert sein 80-jähriges Bestehen mit einem zünftigen Oktoberfest im Achumer Mehrzweckhaus. Der Maulwurf bereitet durch seine Aktivitäten auf den Spielfeldern Probleme – das örtliche Mehrzweckhaus ist längst Geschichte, der Maulwurf hält dem seit 1976 von Friedhelm Winkelhake geführten FC nach wie vor die Treue.




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