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Landgericht Verden urteilt: Brutaler Sexualstraftäter muss für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis / Geständnis abgelegt

Lange Haftstrafe für den Vergewaltiger aus Bückeburg

Bückeburg/Verden (mt). „Es sind Taten, die einen mit Ekel und Abscheu erfüllen“, urteilte Staatsanwältin Regina Steinebach in ihrem Plädoyer. Sechseinhalb Jahre forderte sie in dem Prozess gegen einen 56 Jahre alten brutalen Vergewaltiger aus Bückeburg.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 08:41 Uhr

Dieser Forderung entsprachen die Richter der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Verden. Sie verurteilten den Angeklagten wegen achtfacher Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs und Nötigung, die er an drei Opfern aus dem Landkreis Nienburg begangen hatte.

Vollkommen egal sei ihm gewesen, ob seine Opfer noch Kinder oder schwanger waren, so die Juristin bei der Urteilsverkündung. „Er hatte nur die Befriedigung seiner sexuellen Gelüste vor Augen.“ Zwei der Opfer waren seine Nichten (17 und 13 Jahre alt) bei dem dritten Opfer (13 Jahre alt) handelte es sich um eine Schulfreundin der Tochter des Angeklagten. Die Taten wurden in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren begangen, zum Teil fesselte der Täter seine Opfer oder entführte sie. Zwei der Mädchen waren während der Zeit schwanger.

Noch heute, 14 Jahre nach den Taten, seien die Opfer schwer traumatisiert, so die Staatsanwältin. Deswegen sagten sie auch nicht vor Gericht aus. Der Angeklagte zeigte sich geständig und entkam so deutlich härteren Strafen. „Hätten die Mädchen ihr Martyrium schildern müssen, wäre eine viel höhere Strafe herausgekommen“, so der Rechtsanwalt eines Opfers.




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