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Buskunde moniert Höhe der Fahrplantafel

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PETZEN. Der Portaner Wilfried Fricke ist auf die Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) derzeit alles andere als gut zu sprechen. Der Grund: einer von drei Fahrplänen für die Linie 2004 Richtung Minden und Stadthagen, die übereinander an einem Mast an der Bushaltestelle Petzer Krug hängen. „Der oberste Fahrplan“, so der 75-Jährige, „ist in einer Höhe angebracht, die es einem Durchschnittsbürger unmöglich macht, die Fahrzeit ohne Leiter abzulesen.“

veröffentlicht am 31.01.2019 um 15:29 Uhr
aktualisiert am 31.01.2019 um 23:10 Uhr

Wilfried Fricke hat nachgemessen: Die Unterkante der oberen Fahrplantafel hängt in 1,89 Metern Höhe, die Oberkante in 2,25 Metern. Foto: tw

Autor:

THOMAS WÜNSCHE
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PETZEN. Der Portaner Wilfried Fricke ist auf die Schaumburger Verkehrsgesellschaft (SVG) derzeit alles andere als gut zu sprechen. Grund ist einer von drei Fahrplänen für die Linie 2004 Richtung Minden und Stadthagen, die übereinander an einem Mast an der Bushaltestelle Petzer Krug hängen. „Der oberste Fahrplan“, so der 75-Jährige, „ist in einer Höhe angebracht, die es einem Durchschnittsbürger unmöglich macht, die Fahrzeit ohne Leiter abzulesen.“

Fricke hat nachgemessen: Demnach hängt die von ihm monierte Fahrplantafel mit ihrer Unterseite in 1,89 Metern Höhe, die Oberseite ist gar in 2,25 Metern Höhe befestigt. Keine Chance, die Fahrzeitangaben zu entziffern, die von der Größe her an das Kleingedruckte in Versicherungspolicen erinnern. Es sei denn, man hätte den Hals einer Giraffe, was aber auf den 1,75 Meter großen Portaner naturgemäß nicht zutrifft.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist das Problem das gleiche. Auch dort steht ein Mast, an dem die drei Fahrplantafeln auf dieselbe Weise montiert sind: Auch dort ist die oberste für einen normal gewachsenen Mitteleuropäer nicht lesbar.

Dabei hätte sich das Problem durch die Schaumburger Verkehrsgesellschaft eigentlich schnell aus der Welt schaffen lassen. „Die drei Fahrplantafeln sind mit Schellen übereinander am Mast befestigt. Man müsste die Schellen der mittleren Tafel nur lösen und sie anschließend, Rücken an Rücken, auf dem Niveau der unteren Tafel befestigen“, meint Fricke. Die eine Fahrplantafel zeige dann quasi in Richtung Norden, die andere in Richtung Süden. Lesbar wären sie für Buskunden alle beide.

„Die obere und derzeit nicht lesbare Tafel könnte man dann am Mast nach unten versetzen und dort befestigen, wo die mittlere Tafel war“, sagt der Portaner. Das Ganze könne in maximal 15 Minuten erledigt sein.

Eben diesen Vorschlag habe er, Fricke, der Schaumburger Verkehrsgesellschaft auch gemacht – und zwar in nicht weniger als drei Telefonaten. Zuerst im Juli, dann nochmals Ende August und schließlich Ende Oktober des vergangenen Jahres. Passiert sei in den mehr als sechs Monaten nichts. Jetzt wandte sich der 75-Jährige an die Redaktion dieser Zeitung: „Es wäre schön“, meint er, „wenn Sie Erfolg hätten.“

Tatsächlich sieht es ganz danach aus. „Ist notiert, ich werde einen Mitarbeiter hinschicken, der sich um das Problem kümmert“, sagt Burkhard Barsch von der Schaumburger Verkehrsgesellschaft auf Nachfrage der Redaktion. Allerdings bittet er aus zwei Gründen noch um ein wenig Geduld. Die SVG habe bedingt durch die Grippewelle derzeit einen hohen Krankenstand. Außerdem müsse für die Montagearbeiten das richtige Wetter sein – sprich, es dürfe kein Frost mehr herrschen. Bis die Petzener Fahrplantafel tiefer gehängt sei, rät Barsch Buskunden, sich die Verbindung von der Homepage der Verkehrsgesellschaft auszudrucken, wo sie als pdf-Datei gespeichert sei.




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