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Bückeburger Kommissar muss kooperieren

Lotti und Hetzer gemeinsam auf Mörderjagd

BÜCKEBURG / NEUHARLINGERSIEL. Aller guten Dinge sind bei der heimischen Autorin Nané Lénard auf jeden Fall mehr als drei. Während ihre „Schatten“-Krimis um das Bückeburg/Rintelner Ermittler-Duo Wolf Hetzer und Peter Kruse im September vergangenen Jahres bereits in die zehnte Runde gingen, bekommt es nun deren ostfriesische (Hobby-)Kollegin Lotti Esen alias Oma Pusch zum vierten Mal mit dem höchst ungewöhnlichen und morbiden Ableben einiger Mitmenschen aus ihrem beschaulichen Heimatort Neuharlingersiel zu tun.

veröffentlicht am 10.03.2019 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 10.03.2019 um 17:40 Uhr

Die Bückeburgerin Nané Lénard wagt sich an ein „Crossover“ ihrer beliebten Ermittler.
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Autor

Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite

BÜCKEBURG/NEUHARLINGERSIEL. Aller guten Dinge sind bei der heimischen Autorin Nané Lénard auf jeden Fall mehr als drei. Während ihre „Schatten“-Krimis um das Bückeburg/Rintelner Ermittler-Duo Wolf Hetzer und Peter Kruse im September vergangenen Jahres bereits in die zehnte Runde gingen, bekommt es nun deren ostfriesische (Hobby-)Kollegin Lotti Esen alias Oma Pusch zum vierten Mal mit dem höchst ungewöhnlichen und morbiden Ableben einiger Mitmenschen aus ihrem beschaulichen Heimatort Neuharlingersiel zu tun.

„FriesenLust“ ist der neue, 368 Seiten starke Fall der ebenso rüstigen wie ermittlungsfröhlichen Rollmops-mit-Honig-Verkäuferin. Am Freitag, 15. März, stellt Lénard ihr Buch bei einer Premierenlesung in der Hofbuchhandlung Frommhold vor.

Lotti Esen, jene ostfriesische Miss Marple aus der Feder der Bückeburger Krimi-Autorin, darf nun ein viertes Mal die grauen Zellen ihres Schädels sowie die Nerven ihrer Mitmenschen und insbesondere ihrer Verwandtschaft strapazieren, um einem Mörder auf die Spur zu kommen. Dessen Opfer treibt zu Beginn des Buchs kieloben (im wahrsten Sinne des Wortes) in der Fahrrinne nach Spiekeroog, wo die Tote von dem alten Fischer Hinnerk entdeckt wird. Und der hat angesichts der spontanen Ohnmacht seiner Begleiterin nichts Besseres zu tun, als die auf solche Fälle bereits umfassend versierte Oma Pusch zu verständigen und damit ihre unstillbare Neugier und ihren Scharfsinn auf den Plan zu rufen.

Blick auf die Hafenkneipe „Dattein“ in Neuharlingersiel, in dem die Hauptfigur Oma Pusch des Romans wohnt.

Diesmal erhält die ebenso rüstige wie clevere Norddeutsche bei ihren Ermittlungen unerwartete kriminalistische Schützenhilfe aus der Ex-Residenzstadt. Just zu jenem Zeitpunkt verschlägt es Hauptkommissar Wolf Hetzer nebst Lebensgefährtin Moni nach Neuharlingersiel. Der Lénard-Lesern bestens bekannte Bückeburger Kriminal-Ermittler (mit Wohnsitz in Todenmann unterhalb der Frankenburg) aus den „Schatten“-Krimis darf hier als Urlaubsgast an der Nordseeküste einen recht ausgedehnten kriminalistischen Gastauftritt absolvieren, der weit über ein reines literarisches Cameo hinausgeht. Lénard kam damit einem erklärten Wunsch ihrer Fans nach, ihren beiden Serien-Figuren – ganz nach dem Vorbild vieler populärer TV-Serien – ein waschechtes Crossover zu gönnen.

Dabei sind sich der Hauptkommissar aus der Fürstenresidenz und die wortgewandte Fischbrötchen-Spezialistin aus Neuharlingersiel zunächst einmal überhaupt nicht grün, als Ersterer feststellt, dass Zweitere sich unerlaubt nebst Freundin Rita an einem Ort aufhält, an dem sie als Zivilistin überhaupt nichts zu suchen hat, nämlich einem Tatort. Eine Tatsache, die Wolf Hetzer am liebsten die Handschellen zücken lassen würde, wenn er denn im Urlaub welche dabeihätte. Doch der erste Disput ist rasch im kühlen Nordseewind verraucht, und tatsächlich ist es sehr bald eine ganz zufällige Entdeckung des Bückeburger Hauptkommissars, die Oma Pusch auf die richtige Spur bringt.

Autorin Lénard widmet sich im vierten Abenteuer der ostfriesischen Detektiv-Ikone wieder mit Hingabe dem Lokalkolorit des nicht nur bei Touristen so ungemein beliebten Küstenstädtchens. Dass dabei der Humor nicht zu kurz kommen darf, versteht sich von selbst, wobei dieser – wie gewohnt – reichlich schräg und sperrig, also genauso schrullig, derb und kauzig daherkommt wie die wettergegerbten Ureinwohner dieses Landstrichs.

Der Roman „FriesenLust“ ist 368 Seiten dick und kostet 13 Euro. ISBN 978-3-8271-9494-7

TERMIN: Am Freitag, 15. März, stellt Nané Lénard ihren vierten Ostfriesland-Krimi „FriesenLust“ im Rahmen einer Premierenlesung in der Bückeburger Hofbuchhandlung Frommhold vor. Beginn ist um 19 Uhr. Dazu gibt es kleine Leckereien und ostfriesischen Teepunsch. Der Eintritt beträgt zehn Euro.




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