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Bigtab nutzt Staatssekretär-Besuch zur Regioport-Einweihung und ruft zu Demonstration auf

Mit Nachdruck für trassennahen Ausbau

BÜCKEBURG/MINDEN. Am kommenden Montag wird der neue Containerhafen Regioport Weser I am Mittellandkanal bei Bückeburg-Berenbusch offiziell eingeweiht. Die Teilnehmer werden mit einem Fahrgastschiff vom Wasserstraßenkreuz zum neuen Hafen geschippert, wo an Land die offizielle Einweihungsfeier über die Bühne gehen wird.

veröffentlicht am 26.06.2019 um 13:50 Uhr

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Mit an Bord ist auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, als Bahnbeauftragter zuständig auch für den geplanten Bahnausbau in der Region. Seine Anwesenheit wird die Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau Bigtab nutzen, um gegen den trassenfernen Ausbau zu demonstrieren. Sie ruft daher – gemeinsam mit den befreundeten Bürgerinitiativen – zu einer angemeldeten und genehmigten Demonstration am Mittellandkanal im Bereich des Rgioports auf.

„Wir werden auf die Interessen der Region beim Thema Bahnausbau aufmerksam zu machen“, erklärte der Bigtab- Vorsitzende Thomas Rippke im Vorfeld. Ferlemann sei einer der maßgeblichen politischen Akteure, der immer wieder Vorschläge für eine Neubautrasse der Bahn durch das Schaumburger Land ins Gespräch gebracht hat. Mal sollte es durch die Bückeburger Niederung und durch einen Tunnel im Jakobsberg gehen, mal am Mittellandkanal entlang. Aktuell wird von einer Schnellfahrtrasse der Bahn für 300 Stundenkilometer gesprochen, die streckenweise entlang der Autobahn A 2 gebaut werden soll und damit durch das Auetal führen würde. Aber auch Varianten über Stadthagen mit einem Tunnel durch den Harrl wurden bereits genannt.

Jede dieser Neubau-Varianten würde einen gigantischen Schaden in Natur und Landschaft anrichten, würde Grundwasserhaushalt, Pflanzen- und Tierwelt irreparabel schädigen, würde den Wert von Häusern und Grundstücken drastisch herabsetzen, würde riesige Flächen versiegeln, Landwirtschaft und Tourismus massiv beeinträchtigen und das Gesicht des Schaumburger Lands für immer verändern, zählt die Bürgerinitiative auf: „Und das alles nur, damit einige Menschen von Berlin ins Ruhrgebiet eine halbe Stunde schneller mit der Bahn fahren können.“

Wir werden Herrn Ferlemann daher mit Nachdruck in Erinnerung rufen, dass die gesamte Region jegliche Neubau-Variante strikt ablehnt, so Rippke in der Pressemitteilung weiter: „Wir fordern stattdessen den trassennahen Ausbau der bestehenden Bahnstrecke Minden-Hannover, so wie er bereits 2004 vom Deutschen Bundestag beschlossen wurde.“ Der trassennahe Ausbau stelle den „kleinstmöglichen Eingriff“ in Natur und Landschaft dar, sei wirtschaftlich die vernünftigste und kostengünstigste Lösung und politisch in der Region so breit akzeptiert, dass er sofort umgesetzt werden könne.

Die Bigtab und die befreundeten Bürgerinitiativen laden alle am Thema Bahnausbau interessierte Bürger ein, sich am kommenden Montag an der Demonstration am RegioPort zu beteiligen. Treffpunkt ist um 10 Uhr in der Magdeburger Straße im Industriegebiet Päpinghausen. Ins Navi kann als Adresse Magdeburger Straße 12 eingegeben werden. Von dort führt ein gut befestigter Weg direkt zum Mittellandkanal.

Offen ist noch, ob auch die Bürgerinitiative Containerhafen Bicon zu einer Demonstration aufruft. Sie kämpft seit Jahre gegen den Regioport.




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