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Bei Übergabe der Waffe löst sich ein Schuss und trifft Zechkumpan in den Kopf

Mit Pistole hantiert – 58-Jähriger tot

Bückeburg/Scheie. Bei einem tragischen Unglücksfall im Bückeburger Ortsteil Scheie ist ein 58-jähriger Seggebrucher tödlich verletzt worden. „Beim Hantieren mit einer Pistole löste sich ein Schuss und traf den Mann tödlich“, führte Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke von der zuständigen Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg aus. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend, wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft aber erst am Montagmorgen bekannt gegeben.

veröffentlicht am 25.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

25. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg/Scheie. Bei einem tragischen Unglücksfall im Bückeburger Ortsteil Scheie ist ein 58-jähriger Seggebrucher tödlich verletzt worden. „Beim Hantieren mit einer Pistole löste sich ein Schuss und traf den Mann tödlich“, führte Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke von der zuständigen Polizeiinspektion Nienburg-Schaumburg aus. Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstagabend, wurde von Polizei und Staatsanwaltschaft aber erst am Montagmorgen bekannt gegeben.

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Nach der Darstellung der Pressesprecherin erschien am Samstagabend kurz vor 22 Uhr ein 63-jähriger Rintelner in der Bückeburger Polizeiwache und meldete den Vorfall. Zusammen mit dem Opfer, einem 58 Jahre alten Mann aus Seggebruch, habe er sich in der Wohnung des gemeinsamen Bekannten im Ortsteil Scheie an der Triftstraße aufgehalten und Alkohol konsumiert.

Der 58-jährige Wohnungsinhaber und das gleichaltrige Opfer hätten mit einer geladenen Waffe hantiert. Beim Versuch des Scheiers, die Pistole wieder an sich zu nehmen, kam es zur unbeabsichtigten Schussabgabe. Der Seggebrucher wurde am Kopf getroffen und tödlich verletzt.

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Die Waffe konnte von den sofort ausgerückten Polizeibeamten vor Ort in der Anliegerwohnung aufgefunden werden. „Da der genaue Geschehensablauf anfänglich nicht klar war, wurden die beiden Männer vorläufig festgenommen“, ergänzte die Sprecherin.

Die am Sonntag durchgeführte Obduktion des Leichnams durch die Rechtsmedizin Hannover und die Vernehmungen der 58- und 63-jährigen Zechkumpane ergaben, dass es sich offenbar um ein tragisches Unfallgeschehen handelt.

„Anhaltspunkte für eine absichtliche Tötung haben sich nicht ergeben“, so Gabriela Mielke. Den beiden Männern wurden Blutproben entnommen, deren Ergebnisse gestern noch nicht vorlagen. Sie seien angetrunken, aber nicht volltrunken gewesen.

Beide Männer wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen den Wohnungsinhaber eingeleitet.

„Die Herkunft der Tatwaffe, eine Pistole vom Kaliber 9 Millimeter ist noch nicht geklärt. Hier dauern die Ermittlungen an“ , so die Polizeisprecherin. Gegen den Wohnungsinhaber lag bisher polizeilich nichts vor.

Die Triftstraße ist eine ruhige Nebenstraße im Ortsteil Scheie. Entlang der Straße stehen alte Bauernhäuser. Das Unglück ereignete sich in einer Einliegerwohnung in einem dieser umgebauten Bauernhäuser. In dem Haus wohnen mehrere Familien.rc