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Neugestaltung bis 2022 / 20. Jahrhundert nicht ausreichend in der Sammlung vertreten

Museum auf der Suche nach Ausstellungsstücken

BÜCKEBURG. Die Ausstellung im Bückeburger Museum steht vor einer Neugestaltung. Mit großem Aufwand wird bis 2022 eine moderne Dauerausstellung installiert. Das Thema des Museums bleibt die Stadt- und Landesgeschichte, es werden aber andere Objekte auf eine andere Art und Weise ausgestellt.

veröffentlicht am 11.08.2020 um 13:39 Uhr

Beim Aussuchen der Objekte kann das Museum auf eine mehr als 100-jährige Sammlung zurückgreifen. Diese Museumssammlung weist jedoch, vor allem für die jüngere Vergangenheit große Lücken auf. Das gesamte 20. Jahrhundert mit seinen rasanten Entwicklungen, gesellschaftlichen Umbrüchen und kriegerischen Katastrophen ist in dieser Sammlung nicht ausreichend vertreten. Deshalb wendet sich das Museum Bückeburg nun an alle Schaumburg-Lipper.

Wer hat noch familiäre Erinnerungsstücke aus dieser Zeit? Das Museum geht dabei von dem Gedanken aus, dass jeder Mensch ein Teil der Geschichte ist, nicht nur die Landesherren oder die repräsentativen Volksvertreter, oder andere Zeitgenossen, die eine große oder kleine Berühmtheit erlangt haben. Jedes persönliche Erlebnis und jedes Familienereignis beinhaltet auch etwas Allgemeines und Zeittypisches. Gesucht werden Objekte zu folgenden Zeitabschnitten:

1900 bis 1930: Erster Weltkrieg, Ende der Monarchie, Freistaat Schaumburg-Lippe.

Sonntagsspaziergang – Soldat mit Begleitung. Foto: Museum

1930 bis 1950: Nazi-Zeit, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit

1950 bis 1980: Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Jugendprotest.

Im ersten Zeitabschnitt wirkt das Weltgeschehen in ganz neuer Weise bis in die Provinz hinein. Nach der Aufbruchstimmung des ersten Jahrzehnts nach 1900 wendet sich mit dem Ersten Weltkrieg das Blatt. Dokumente für die Kriegszeit sind meist ausgeschnittene Todesanzeigen, Feldpostbriefe, Ansichtskarten oder Kondolenzpost, die in der Familie aufbewahrt wurden. Vielleicht gibt es aber noch andere Objekte wie etwa Erinnerungsstücke an das Kriegsgeschehen, an Verletzungen oder an die Gefangenschaft. Weil das Museum diese Zeit aus der Heimatperspektive beleuchtet, wären Dokumente der Kriegsfolgen interessant. Stichworte sind hier: Demontage von Industrieanlagen, Verlust der Arbeit, Inflation, Hungersnot. Außerdem musste der Fürst als Landesherr abdanken, es gab eine Volksvertretung, neue Parteien, parlamentarische Debatten.

Wer ein interessantes Objekt besitzt und dazu bereit ist, es dauerhaft ins Museum zu geben, kann sich dort melden, entweder telefonisch Dienstag bis Freitag zwischen neun bis 17 Uhr unter (0 57 22) 48 68 oder per E-Mail unter info@museum-bueckeburg.de, damit ein Gesprächstermin verabredet werden kann.r




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