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Heimatvereinsvorsitzender: „Bin guten Mutes, dass wir uns verständigen und einen Vertrag abschließen“

Museumsübertragung als große Chance

Bückeburg. Im Schaumburg-Lippischen Heimatverein wird der Wechsel in der Zuständigkeit für das Bückeburger Museum wohlwollend betrachtet. „Ich glaube, dass die Übertragung an den in Gründung befindlichen Museumsverein eine große Chance für den Heimatverein darstellt“, gab der im Juni dieses Jahres auf einer außerordentlichen Hauptversammlung neu gewählte Vorsitzende Heinz Brunkhorst während eines Kennenlern-Treffens zu verstehen. Überdies komme der Umwandlung der bisher als Mitgliedergemeinschaft agierenden Bückeburger Abteilung des Heimatvereins in eine Ortsgemeinschaft eine wichtige Rolle zu.

veröffentlicht am 09.09.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 12:41 Uhr

Im Verlauf der im Garten der langjährigen früheren Vorsitzenden und heutigen Ehrenvorsitzenden, Dr. Roswitha Sommer, organisierten Zusammenkunft stellten sich außer Brunkhorst (Ortsgemeinschaft Lindhorst) dessen Stellvertreter Gerhard Klugmann (Stadthagen), Schatzmeister Uwe Hahne (Bückeburg) und Schriftführerin Ulrike Hasemann (Stadthagen) sowie die dem Vorstand kraft Amtes angehörenden Leiter der Orts-/Mitgliedergemeinschaften Bückeburg (Heinz Hinze), Lindhorst (Regina Sieker), Seeprovinz/Steinhude (Jürgen Engelmann) und Stadthagen (Karl-Heinz Kirchhoff) vor. Dem im Juni komplett zurückgetretenen Vorstand hatten ausnahmslos Vertreter der Bückeburger Gemeinschaft angehört.

„Dass die Vorsitzübernahme kein leichtes Unterfangen ist, habe ich heute an der lebhaften Debatte erfahren“, hatte der just ins Amt gewählte Brunkhorst auf der „Außerordentlichen“ angemerkt. „Aber ich stelle mich dieser Aufgabe.“ Jetzt stehe die Umsetzung der gesteckten Ziele im Mittelpunkt, erklärte er in der aktuellen Runde. Wobei zurzeit den Gesprächen über die zukünftige Trägerschaft für das „Museum Bückeburg für Stadtgeschichte und Schaumburg-Lippische Landesgeschichte“ (offizielle Bezeichnung) das weitaus größte Engagement zukomme.

„Ich bin guten Mutes, dass wir uns verständigen und zum 1. Januar 2014 einen entsprechenden Vertrag abschließen werden“, betonte der Lindhorster. Allerdings: „Wir werden die Übertragung natürlich nicht so ohne Weiteres durchwinken.“ Was konkret bedeute, dass „die Bibliothek und das, was im Staatsarchiv lagert, selbstverständlich weiterhin Eigentum des Heimatvereins“ bleibe. Weitere Details wollte der Vorsitzende angesichts der gegenwärtig noch laufenden Verhandlungen nicht mitteilen.

Als zweiten markanten Termin seiner noch jungen Amtszeit nannte Brunkhorst den 6. November. An diesem Mittwoch soll im Gasthaus Fenkner (Versammlungsbeginn ist um 15.30 Uhr) die Ortsgemeinschaft Bückeburg aus der Taufe gehoben werden. „Freundlicherweise hat sich Heinz Hinze diesbezüglich bereit erklärt, den Hut aufzusetzen“, teilte der Berichterstatter mit. Hinze bedauerte an der bisherigen Konstellation vor allen Dingen die finanzielle Minderausstattung der Bückeburger Abteilung. „Wir mussten alles vollständig abgeben“, ließ der designierte Leiter der Gruppe wissen. Daher habe er sich in den zurückliegenden zwei Jahren ein wenig zurückgezogen. Nun sei er aber, nicht zuletzt weil er eine Führungsriege beisammen habe, zuversichtlich, dass der Neuanfang als gleichberechtigte Ortsgemeinschaft gelingen werde.

Dr. Roswitha Sommer legte dar, dass der 1890 als Verein für Geschichte, Altertümer und Landeskunde gegründete Verein nach wie vor – bis auf den Bereich „Altertümer“ – die gleichen Ziele wie damals verfolge. Unterdessen seien nicht nur das Fürstentum Schaumburg-Lippe, das Land Schaumburg-Lippe bis zur Gründung Niedersachsens und das Fürstenhaus, sondern auch Geschichte und Geschichten der hier lebenden und arbeitenden Menschen von Interesse. Die Städte seien schließlich nicht von den Fürsten gegründet, sondern von diesen lediglich privilegiert worden. Die Ehrenvorsitzende: „Es waren die Menschen, die hier aktiv waren, gearbeitet und ihr eigenes Know-how in die Stadt hineingegeben haben.“ Erst dadurch habe etwas existiert, das überhaupt eines Privilegs wert gewesen sei.bus




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