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„Big Band and Friends“

Musikalisches Feuerwerk

BÜCKEBURG. Das Konzert hat Tradition, der Ort ist neu: In diesem Jahr hatte die ehemalige Bigband der Schaumburger Märchensänger erstmals in die Gärtnerei „Engel und Engelke“ eingeladen.

veröffentlicht am 30.12.2018 um 18:38 Uhr
aktualisiert am 30.12.2018 um 19:20 Uhr

„A String of Pearls“ – ein Prädikat für die Schaumburger Bigband. Foto: vhs

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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Man wolle den Auftritt etwas persönlicher gestalten und mehr bieten als ein „Sitzkonzert“, so Hannes Dietrich, einst an der Posaune, heute Dirigent des Ensembles. Bigband-Musik sei ursprünglich vor allem in Bars, Nachtklubs und Cafés gespielt worden, nicht in Konzertsaal oder Aula. Springt der Funke über, soll das schöne Feuer auch brennen.

Die zahlreichen Freunde, Verwandte und ehemaligen Mitschüler erlebten ein Konzert, das vergessen ließ, dass die Musiker heutzutage kaum zusammen proben können. Über ganz Deutschland verteilt, kommt man regelmäßig nur zu Himmelfahrt, in den Weihnachtsferien und zu speziellen Anlässen zusammen. Und dann gibt es kein Halten mehr, dann sind alle sofort wieder in ihrem Element, unterkühlt im Auftritt, schon wegen der Grünpflanzen und der paar letzten „Weihnachtssterne“, doch mit Perfektion und Feuer am Instrument.

„In the Mood“, „As Time Goes By“, „Night Train“ – beste Bigband-Songs wurden gleich zu Beginn geboten. Wie stark die Besetzung ist, ist schon allein daran zu erkennen, dass immer wieder erstklassige Soloeinlagen geboten wurden – ob am Saxofon, an der Trompete, Posaune oder Gitarre. Die musikalische Reise führte bei bester Stimmung vom „Saint Louis Blues“ über „Pennsylvania 6-5000“ bis „New York, New York“. Rhythmisch ging das Publikum mit, bis zum Ausklang mit „La Cumparsita“ und „Dob’s Boogie“. Im Ensemble übrigens auch Nikolaus Dietrich, der ehemalige Leiter der Bigband, der jahrzehntelang in Bückeburg auch in der musikalischen Früherziehung tätig war. Sein Solo an der Posaune wurde besonders lautstark beklatscht.

Saxofonist Johannes Engelke, nicht der einzige ehemalige Adolfiner im Ensemble, hatte seinen Bruder Christian schnell für die Idee gewinnen können, das Haus der Blumen für die Musik zu öffnen. Inzwischen haben die Musiker einen Verein gegründet, der die Tradition aufrechterhalten will. Mit 24 Titeln konnte an diesem Abend schon ein imposantes Repertoire gezeigt werden. „Man kann uns engagieren“, sagt Johannes Engelke, der zweite Vorsitzende. Geht’s um die Musik, legt der heutige Lektor des Goldmann-Verlags München sogar ein gutes Buch zur Seite. Ein Internetauftritt des Vereins dürfte bald folgen, um die Modalitäten bekannt zu machen. In einem Jahr kann hoffentlich wieder mit einem Strauß Bigband-Musik gerechnet werden.




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