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Jahresbericht Bergdorf: Gerd Vogel strebt Weiterentwicklung des Baugebietes an

Nachfrage nach wie vor hoch

BERGDORF. Die augenfälligste Veränderung, die in ihrem Ortsteil 2018 zu verzeichnen war, erschließt sich den Bergdorfern erst mit Einbruch der Dunkelheit. „Bei uns sind an der Tiefen Straße und an der Bergdorfer Straße sämtliche Laternenköpfe ausgetauscht worden“, erläutert Ortsvorsteher Gerd Vogel den tagsüber nicht zu erkennenden Fortschritt in seinem Jahresbericht.

veröffentlicht am 04.01.2019 um 11:09 Uhr

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Autor

Herbert Busch Reporter
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Mit dem Austausch ging eine Umstellung auf LED-Technik einher, die nicht nur beim Energiesparen hilft, sondern Angaben Vogels gemäß auch für ein helleres und wärmeres Licht sorgt. Die Reaktionen auf die Umstellung waren überwiegend positiv. „Toll, dass das gemacht worden ist“, zitiert der Ortsvorsteher Stimmen von der jüngsten Senioren-Weihnachtsfeier.

Bereits im Februar war mit der Umsetzung eines Baumbewirtschaftungskonzeptes begonnen worden, dem in dem vor rund 30 Jahren östlich der Straße Auf dem Siek entstandenen Baugebiet zunächst zehn Ahornbäume zum Opfer fielen. Die Gewächse hatten zunehmend Probleme bereitet und Anwohnerbeschwerden über hochgedrückte Gehwegplatten, Laubfall und Beschattung der Grundstücke hervorgerufen.

„Bei der Aktion spielten auch Aspekte der Verkehrssicherungspflicht eine Rolle“, gibt Vogel zu verstehen. Die Wurzeln einiger Bäume hätten bereits Stromkästen umklammert, zudem drohten vertrocknete Äste herabzufallen. Das von Gehölzexpertin Christiane Matthaei entwickelte Konzept berücksichtigt insgesamt 87 Bäume, von denen 24 mittelfristig als „Fällkandidaten“ gelten. Der Ortsvorsteher erwähnt in diesem Zusammenhang, dass die Straße Auf dem Siek 2018 ebenso hergerichtet wurde wie die Straße Rustbreite.

Gerd Vogel

Für 2019 und die kommenden Jahre stehen die Einrichtung insektenfreundlicher Areale, die Erweiterung des Baugebietes Am Bergdorfer Wege und ein Anbau am Domizil der Feuerwehr ganz oben auf Vogels Agenda. Mit den vom SPD-Ortsverein angeregten insektenfreundlichen Arealen will der Ortsteil ein Zeichen gegen das allerorten festzustellende Insektensterben setzen. Das Vorhaben soll in den Bereichen an der unteren Einfahrt der Tiefen Straße und Am Eichholz realisiert werden. An der Tiefen Straße sollen einige der hier stehenden Kastanien, Kirschen und Eschen freigeschnitten sowie Büsche und Bodendecker entfernt werden, um einer Bienenweide Platz zu machen.

Die Weiterentwicklung des Baugebietes Richtung Bergdorfer Straße strebt der jetzt seit 32 Jahren amtierende Ortsvorsteher an, weil die Nachfrage nach Bauland nach wie vor hoch sei. Die komplette Bebauung des jetzigen Gebietes habe alles in allem kaum drei Jahre in Anspruch genommen. Der Feuerwehr-Anbau - vorstellbar wäre eine Ausdehnung bis zum Löschturm - ist Vogels Einschätzung zufolge wegen der stetig zunehmenden räumlichen Enge unumgänglich.

Fest eingeplant für 2019 ist die Ausstattung des Feuerwehr-Domizils, das auch anderen örtlichen Vereinigungen als Veranstaltungsort zur Verfügung steht, mit neuen Tischen und Stühlen. Weitere Details können interessierte Bewohner des Ortsteils am Sonnabend, 2. März, in Erfahrung bringen. Dann startet um 13 Uhr der Bergdorfer Schnatgang.




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