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Sortiment zunächst mit bis zu 800 Artikeln

Nammer Dorfladen: Startschuss am 16. März

MEINSEN-WARBER/NAMMEN. In wenigen Tagen öffnet der Nammer Dorfladen. Das Projekt könnte Vorbild für Meinsen-Warber sein, wo ebenfalls ein Dorfladen geplant ist. In Nammen fällt der Startschuss mit einem Sektempfang am kommenden Sonnabend, 16. März, um 10 Uhr.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 12:15 Uhr
aktualisiert am 14.03.2019 um 19:40 Uhr

Ein Teil des Sortiments steht bereits in den Regalen. Letzte Arbeiten an der Einrichtung des Dorfladens laufen und sind bis zur Eröffnung beendet. Foto: ly

Autor:

Stefan Lyrath
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An dem Tag kann bereits eingekauft werden. „Der Laden ist dann bis mindestens 15 Uhr geöffnet“, so Heike Bünte, stellvertretende Vorsitzende des Vereins Laurentius-Lädchen Nammen.

Untergebracht ist das Geschäft in den kürzlich umgebauten und renovierten Räumen des früheren Raumausstatters Hermening neben der Laurentius-Kapelle in der Ortsdurchfahrt. „Endlich haben wir unser Ziel erreicht“, schreibt das Orga-Team. „Nammen gewinnt eine weitere Einkaufsmöglichkeit zum Dorfmarkt, dem Blumenstübchen und dem Bäcker hinzu.“

Wochenmarkt ist immer freitags. Dann bleibt der Dorfladen geschlossen. Geöffnet ist das Geschäft dienstags und donnerstags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr, zudem an Samstagen von 9 bis 13 Uhr.

Für den Anfang soll das Sortiment bis zu 800 Artikel umfassen. Ein kleiner Teil steht bereits in den Regalen. Der Rest, regionale Produkte und Bio-Ware, wird im Lauf der Woche angeliefert. „Bei uns kann man zu günstigen Preisen seinen Wocheneinkauf erledigen – außer Frischfleisch und Geflügel“, erklärt Heike Bünte. Schon bald könnte jedoch auch Fleisch im Angebot sein. „Wir sind gerade dabei, eine Lösung zu finden“, kündigt Bünte an.

Zum Dorfladen gehören außerdem ein Café, das bei der Eröffnung ebenfalls geöffnet sein wird, sowie ein Bürgerbüro, in dem unter anderem die Nachbarschaftshilfe koordiniert wird. Das sind drei Projekte des Dorfinnenentwicklungskonzeptes (Diek) in einem. Im ganzen Kreis Minden-Lübbecke gibt es keinen zweiten Dorfladen, der von einem Verein betrieben wird.

„Nur bei unserer Mitgliederzahl ist noch Luft nach oben“, stellt Jürgen Zahn fest, einer der rund 30 Ehrenamtlichen. Zurzeit gehören dem Dorfladen-Verein knapp 130 Haushalte an – von rund 700 in ganz Nammen. Damit sind die laufenden Kosten gedeckt. Am Eröffnungstag können Beitrittserklärungen ausgefüllt werden. „Wir gehen davon aus, dass wir viele Mitglieder dazugewinnen, wenn der Laden erst eröffnet ist“, sagt Jürgen Zahn.

Zum Start werden unter anderem Bürgermeister Bernd Hedtmann, Günter Heidemann von der Detmolder Bezirksregierung, Regionalmanagerin Pia Steffenhagen-Koch vom „Bündnis ländlicher Raum“ sowie Abgesandte von Westfalen Weser Energie erwartet, wo das Vorhaben als „Leuchtturm-Projekt“ eingestuft ist und der Dorfladen mit 4000 Euro aus einem Ehrenamtspreis unterstützt wurde. Hinzu kommen 9500 Euro aus Vital.NRW, einem Förderprogramm des Landes, 9750 Euro von der Stadt Porta Westfalica sowie ein Förderbescheid der Bezirksregierung über 8800 Euro.

Nach dem Sektempfang wird noch einmal das Konzept des Dorfladens erläutert. Wichtig ist, dass es ein Zwei-Preis-System geben wird. Mitglieder zahlen an der Kasse weniger als andere Kunden. Ab einem Einkauf von rund 70 Euro haben sie den Monatsbeitrag (zehn Euro) wieder raus.

Zweifel am Erfolg des Projektes hat unter den Ehrenamtlichen keiner. „Wenn wir nicht daran glauben würden, würden wir das nicht machen“, spricht Kerstin Zahn für alle.




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