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Ortsteilbericht Müsingen: Marita Döhler wünscht sich Intensivierung des Zusammenlebens

Neubürger stärker integrieren

MÜSINGEN. Marita Döhler hält sich in ihrem Ortsteilbericht nicht lange mit der Vergangenheit auf. 2018 sei zufriedenstellend verlaufen, hält Müsingens Ortsvorsteherin kurz fest, um alsbald eines ihrer Anliegen für das laufende Jahr anzusprechen. „Wir wünschen uns, dass die Integration unserer Neubürger ein bisschen intensiver vonstattengeht als bisher“, legt Döhler dar.

veröffentlicht am 08.01.2019 um 11:11 Uhr
aktualisiert am 08.01.2019 um 22:40 Uhr

Der Thekenbereich des Dorfgemeinschaftshauses soll in diesem Jahr erneuert werden. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen biete etwa die Feuerwehr und hier insbesondere deren Kinder- und Jugendabteilung. Zudem sei die örtliche Boule-Bahn für jeden Interessenten frei zugänglich. Als weiteres Angebot nennt die Ortsvorsteherin einen einmal pro Monat im Dorfgemeinschaftshaus organisierten Tanzabend, der vor allem Liebhaber von Brauchtumstänzen zusammenführt. „Das ist eine ungezwungene Angelegenheit, für die kein Beitrag zu entrichten und keine Mitgliedschaft nötig ist. Jeder kann vorbeikommen, wir beißen nicht“, erläutert Döhler.

Eine erste Gelegenheit für Begegnungen eröffnet in diesem Jahr das für Sonnabend, 12. Januar, vorgesehene Tannenbaum-Einsammeln des Feuerwehr-Nachwuchses. Das Sammeln beginnt um 14 Uhr, anschließend steht ab 18 Uhr ein gemütliches Beisammensein auf dem Programm. Am Sonnabend, 9. Februar, beginnt um 13 Uhr der seit 1965 veranstaltete Schnatgang. Wie in den zurückliegenden Jahren ist auch diesmal die Besichtigung eines örtlichen Betriebes vorgesehen.

Darüber hinaus denkt Döhler – zusätzlich zu den regelmäßigen Veranstaltungen Boule-Turnier, Senioren-Weihnachtsfeier und Grütze-Essen – darüber nach, im September eine kleine Feier aus Anlass des 55-jährigen Bestehens des Dorfgemeinschaftshauses auf die Beine zu stellen. Der Hausbau geht auf einen Beschluss des Rates der damals selbstständigen Gemeinde vom Dezember 1962 zurück.

Ortsvorsteherin Marita Döhler. Foto: bus

Unter der Regie des Architekten Heino Büscher waren zahlreiche Müsinger aktiv und ehrenamtlich an der Errichtung beteiligt, wodurch ein erheblicher Teil der Kosten aufgefangen werden konnte. Zur Eröffnung des am Ende 475 000 Mark teuren Gebäudes reisten im September 1964 der Niedersächsische Sozialminister Kurt Partsch und der Schaumburg-Lippische Landrat Herbert Saß an.

Das vor 25 Jahren durch eine Explosion erheblich in Mitleidenschaft gezogene und seit 2001 von Döhler verwaltete Haus erfreut sich nach wie großer Beliebtheit. In diesem Jahr sieht der städtische Haushalt 20 000 Euro für die Herrichtung des Thekenbereichs und 35 000 Euro für die Erneuerung der Bestuhlung vor. Döhlers Erkenntnissen gemäß handelt es sich bei der Schankraum-Einrichtung nicht um das 1964er Original, sondern um eine in den 1970er-Jahren in Kleinenbremen erstandene Möblierung.

Weitere Wünsche der Ortsvorsteherin beziehen sich auf die Verbesserung der Parksituation an der Müsinger Straße und den Umgang einiger Mitbürger mit dem häuslichen Sperrmüll. Und auf das kulturelle Angebot. „Ich fände es toll, wenn im Dorfgemeinschaftshaus wieder Theateraufführungen stattfinden würden“, erklärt Döhler.

Im Übrigen gibt die seit 25 Jahren beim Landkreis beschäftigte Ortsvorsteherin zu verstehen, dass ihr die Erfüllung ihrer Aufgaben viel Freude bereite. „Das ist ein Amt, das ich gerne ausübe; ich habe nicht vor, mich zur Ruhe zu setzen.“




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