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Rakelbusch übernimmt Kleinenbremer Unternehmen / Firma bleibt erhalten / Mitarbeiter übernommen

Neue Eigentümer bei Harting Mineralöle

KLEINENBREMEN. Die Harting Mineralöle mit einem Umsatz von 40 Millionen Euro und 70 Mitarbeitern an sieben Standorten hat einen neuen Eigentümer. Zum 1. Januar werden die Cousins Henning Rakelbusch (35) und Matthias Rakelbusch (30) von der Rakelbusch GmbH mit Sitz in Hagenburg die Nachfolge des geschäftsführenden Gesellschafters Rüdiger Harting antreten, der mit Frau Angelika in den Ruhestand geht. Wie die Alt- und Neueigentümer im Rahmen eines Pressegesprächs am Firmensitz in Kleinenbremen betonten, bleiben die Harting-Standorte, der Firmennamen und die Firmenstruktur erhalten, beide Rakelbuschs werden in Kleinenbremen vor Ort arbeiten.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 13:27 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 17:40 Uhr

Familienunternehmen übernimmt Familienunternehmen: Dieter (v. l.) , Angelika und Rüdiger Harting übergeben die Harting Mineralöle und ihre Tochterunternehmen an Matthias und Henning Rakelbusch von der Rakelbusch GmbH in Hagenburg. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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KLEINENBREMEN. Die Harting Mineralöle mit einem Umsatz von 40 Millionen Euro und 70 Mitarbeitern an sieben Standorten hat einen neuen Eigentümer. Zum 1. Januar werden die Cousins Henning Rakelbusch (35) und Matthias Rakelbusch (30) von der gleichnamigen GmbH mit Sitz in Hagenburg die Nachfolge des geschäftsführenden Gesellschafters Rüdiger Harting antreten, der mit Frau Angelika in den Ruhestand geht. Wie die Alt- und Neueigentümer im Rahmen eines Pressegesprächs am Firmensitz in Kleinenbremen betonten, bleiben die Harting-Standorte, der Firmennamen und die Firmenstruktur bestehen, beide Rakelbuschs werden in Kleinenbremen vor Ort arbeiten. Auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter sollen erhalten bleiben.

Die Rakelbusch GmbH erwirtschaftet mit ebenfalls 70 Mitarbeitern einen Umsatz von 30 Millionen Euro. Zwischen beiden Unternehmen gibt es insbesondere im Heizöl- und Tankstellenbereich Überschneidungen. Die Rakelbusch GmbH vertreibt zudem Erdgas und Strom, Angebote, die künftig auch den Harting-Kunden zur Verfügung stehen. Harting Mineralöle hat dagegen ein starkes Standbein bei Schmierstoffen – ein Angebot, das Rakelbusch bisher nicht hat. Dieser Bereich wird noch für ein weiteres Jahr von Dieter Harting geführt, dem Bruder des ausscheidenden Gesellschafters.

„Wir haben eine wahnsinnig gute Kompetenz übernommen“, freuten sich Matthias und Henning Rakelbusch. Harting Mineralöle habe „ein sehr gutes Standing“ in der Region. Es werde spannend und herausfordernd, Harting Mineralöle samt der Handelsgesellschaft und der Immobilien GmbH & Co. KG zu führen. Sowohl Rakelbusch als auch Harting sind Familienunternehmen. Die Eigentümer kennen und schätzen sich seit Jahren. Für ihn habe es daher auf der Hand gelegen, sein Unternehmen an den Mitbewerber aus Hagenburg zu verkaufen, sagte Rüdiger Harting. Er habe auch mit keinem weiteren Unternehmen Verkaufsgespräche geführt. Ursprünglich sollte Harting Mineralöle in der Familie bleiben. Letztendlich hätten sich seine Söhne aber für andere Lebenswege entschieden.

Die Tankstelle „Alte Molkerei“ in Bückeburg ist der größte Standort von Mineralöle Harting. Foto: rc

Harting Mineralöle wurde 1963 vom Kaufmann Fritz Harting in Kleinenbremen als Handel für Schmierstoffe, Heizöl und Kraftstoffe gegründet. Die Firma wuchs im Laufe der Jahre beständig, 1987 trat Rüdiger Harting in den elterlichen Betrieb ein. Es wurden neue Niederlassungen gegründet und andere Betriebe hinzugekauft. 2001 wurde die heute größte Tankstelle mit diversen Waschanlagen in Bückeburg in Betrieb genommen. Es folgten weitere Niederlassungen in Helpsen, Minden, Löhne, Rehren und Nienstädt, zumeist in eigenen Immobilien. Schulung und Weiterbildung der Angestellten sei ein Hauptaugenmerk. Zum Teil arbeiten Mitarbeiter seit Jahren für das Unternehmen. „Traditionen und Strukturen, die fortgeführt werden“, wie Henning und Matthias Rakelbusch betonten. Sie setzen auf natürliches Wachstum, schließen Übernahmen aber nicht aus. So könne man stärker gegenüber Lieferanten auftreten und die Produkte weiter günstig anbieten. Man wolle das Beste aus beiden Unternehmen vereinen: „Vor uns liegt eine große Herausforderung.“




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