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Seit dem 1. Advent gilt auch in der Landeskirche eine neue Perikopenordnung

Neue Ordnung

BÜCKEBURG. Mit dem 1. Advent ist nach 40 Jahren im gesamten Gebiet der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine neue Perikopenordnung in Kraft getreten – das heißt, eine neue Ordnung der Predigttexte, Lesungen und Lieder für den Gottesdienst . In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe wurde die Einführung mit Superintendent Martin Runnebaum (Stadthagen) und Pastor Heinz Schultheiß (Petzen) im Gottesdienst in der Petzer Kirche St. Cosmas und St. Damian feierlich mit der Gemeinde begangen. Pastor Heinz Schultheiß hat als landeskirchlicher Beauftragter für Liturgie im Begleitausschuss Perikopen der Liturgischen Konferenz der EKD an der Revision mitgearbeitet.

veröffentlicht am 05.12.2018 um 11:46 Uhr
aktualisiert am 05.12.2018 um 18:10 Uhr

In dem besonderen Gottesdienst am 1. Advent in der Petzer Kirche führten Superintendent Martin Runnebaum (l.) und Pastor Heinz Schultheiß für die Gemeinden der Landeskirche Schaumburg-Lippe die neue Ordnung der biblischen Lesungstexte im Gottesdienst
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BÜCKEBURG. Nach 40 Jahren ist mit dem 1. Advent im gesamten Gebiet der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine neue Perikopenordnung in Kraft getreten – das heißt, eine neue Ordnung der Predigttexte, Lesungen und Lieder für den Gottesdienst. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe wurde die Einführung mit Superintendent Martin Runnebaum (Stadthagen) und Pastor Heinz Schultheiß (Petzen) im Gottesdienst in der Petzer Kirche St. Cosmas und St. Damian feierlich mit der Gemeinde begangen. Pastor Heinz Schultheiß hat als landeskirchlicher Beauftragter für Liturgie im Begleitausschuss Perikopen der Liturgischen Konferenz der EKD an der Revision mitgearbeitet.

In der neuen „Ordnung gottesdienstlicher Texte und Lieder“ ist geregelt, welche Texte aus der Bibel an einem bestimmten Sonn- oder Festtag im Gottesdienst gelesen werden und welche Texte Grundlage der Predigt sind. Außerdem sind jedem Sonn- und Festtag zwei Lieder zugeordnet, die in einem besonderen Zusammenhang mit den jeweiligen biblischen Texten stehen, sowie ein Gebetspsalm, ein Bibelvers als geistliches Leitmotiv für die Woche oder den Tag („Spruch der Woche beziehungsweise des Tages“) und ein Bibelvers als Zwischengesang zum Halleluja-Ruf.

Die neue Ordnung löst die „Ordnung der Lesungen und Predigttexte“ ab, die seit dem 1. Sonntag im Advent 1978 in Geltung war und anlässlich der Einführung der „Evangelischen Gottesdienstbuches“ 1999 wenige geringfügige Veränderungen erfahren hatte. Sie umfasst mehr alttestamentliche Texte als ihre Vorgängerin und bietet eine größere Vielfalt von biblischen Büchern und Themen, wie die Landeskirche mitteilte. Künftig stehen für jede Woche und jeden Festtag zwei Lieder der Woche beziehungsweise des Tages zur Auswahl, darunter auch Liedgut aus neueren Gesangbüchern. Gewachsen ist auch der Anteil an thematischen Textvorschlägen zu lebensweltlichen Anlässen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) und die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) haben die bisherige Auswahl der Bibeltexte im gottesdienstlichen Gebrauch einige Jahre lang überarbeitet und den Entwurf nach einer einjährigen Erprobungszeit im Herbst 2017 verabschiedet.r




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