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„Altes Forsthaus“ wird „Das Forsthaus am Harrl“ / Familie Pozidis eröffnet Anfang Februar

Neue Pächter

BÜCKEBURG. Hier speisten vor 20 Jahren Russlands Ex-Staatspräsident Michail Gorbatschow und seine Frau Raissa bei ihrem Besuch im Schaumburger Land mit Christian Wulff: Nachdem das „Alte Forsthaus“ im Zuge des Todes des bisherigen Pächters mehrere Monate lang leer stand, sollen sich Anfang Februar 2019 die Türen unter dem dann neuen Namen „Das Forsthaus am Harrl“ wieder öffnen. Dann begrüßen die Bock-Nachfolger Georgios Pozidis sen. (63), Georgios Pozidis jun. (22) und Ehefrau Katarzyna ihre Gäste.

veröffentlicht am 20.11.2018 um 11:05 Uhr
aktualisiert am 20.11.2018 um 12:20 Uhr

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Autor:

THOMAS WÜNSCHE
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Pozidis ist den Bückeburgern bereits als Mitinhaber der Am Oberstenhof gelegenen Gastwirtschaft „Castell“ bekannt; während das Castell von seinem Partner Miltiadis Gialantonidis fortgeführt wird, starten die drei Griechen in der der Familie Blindow gehörenden Immobile neu durch.

„Die Mannschaft – etwa fünf Service- sechs Küchenkräfte – steht mit Masse bereits“, sagt Pozidis sen., der im Forsthaus künftig deutsche und mediterrane Küche anbieten will; wobei das „mediterran“ in erster Linie auf italienische und griechische Gaumenfreuden abzielt und neben Pasta-Gerichten auch Pizza beinhalten soll. „Dazu soll es passend zur Geschichte des Forsthauses und zu seiner Lager am Waldrand verschiedene Wildgerichte geben“, so der neue Pächter. Pozidis sen. ist bereits Gastronom, seit er im Jahre 1970 nach Deutschland übersiedelte. „Ich habe noch ein zweites Restaurant in Rotenburg (Wümme)“, sagt der 63-Jährige. Er kam vor zweieinhalb Jahren nach Bückeburg.

Geplant ist obendrein ein Mittagstisch, wahlweise als mediterranes Büfett oder à la carte. Der Biergarten vor dem Forsthaus soll im Bayern-Ambiente umgestaltet werden; zum Ausschank wird Paulaner-Bier vom Fass kommen. Auch über Öffnungszeiten hat sich die Familie bereits Gedanken gemacht: Angedacht ist 11.30 bis 14.30 Uhr und 17.30 bis 22 Uhr; der Montag oder aber der Dienstag soll dann Ruhetag sein.

Bis es soweit ist und „Das Forsthaus am Harrl“ eröffnen kann, ist aber noch der eine oder andere Handschlag zu tun. „Der Tresen, das Büfett und die Kühlung werden erneuert“, so der Gastronom. In einigen Räumen werde obendrein die Farbe erneuert. Ansonsten präsentiere sich die Immobilie samt ihrer funktionierenden Kegelbahn jedoch in einem Top-Zustand. Der Saal bietet für bis zu 250 Gäste Platz, Kaminzimmer und Veranda für bis zu 40 Gäste; das Forsthaus verfügt obendrein über eine Showküche.

Wie noch auf der – alten – Homepage des Lokals zu lesen ist, hat der fürstliche Oberförster Funke dort schon 1831 Gäste bewirtet. Im Jahre 1905 wechselte das Haus dann aus fürstlichem in privaten Besitz. Im selben Jahr wurde das alte Rathaus abgerissen. Die Balken dieses Gebäudes wurden vom damaligen Besitzer des Forsthauses erworben und für die Errichtung des Tanzsaales verwendet.




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