weather-image
×

Millionenschaden in Meißen / Drei Feuerwehrleute verletzt / Nachbarschaftshilfe durch Bückeburg

Palettenfabrik brennt nieder

Minden/Bückeburg. Eine Paletten-Fabrik in Meißen unmittelbar an der Stadtgrenze zu Bückeburg ist in der Nacht zum Freitag bei einem Großbrand in Flammen aufgegangen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpfte bis tief in der Nacht gegen ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus. Dessen Bewohner hatten gegen 23.20 Uhr einen Knall gehört und das Feuer auf dem Nachbargrundstück bemerkt. Bei dem Einsatz wurden drei Feuerwehrleute verletzt, davon erlitten zwei eine Rauchgasvergiftung.

veröffentlicht am 29.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

29. Juni 2013 00:00 Uhr

Minden/Bückeburg. Eine Paletten-Fabrik in Meißen unmittelbar an der Stadtgrenze zu Bückeburg ist in der Nacht zum Freitag bei einem Großbrand in Flammen aufgegangen. Ein Großaufgebot der Feuerwehr kämpfte bis tief in der Nacht gegen ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus. Dessen Bewohner hatten gegen 23.20 Uhr einen Knall gehört und das Feuer auf dem Nachbargrundstück bemerkt. Bei dem Einsatz wurden drei Feuerwehrleute verletzt, davon erlitten zwei eine Rauchgasvergiftung.

Anzeige

Neben der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Minden waren Feuerwehren aus Porta Westfalica, Rinteln und Bückeburg rund um das Werksgelände von „Europal“ an der Rintelner Straße im Einsatz. Auch von der vollständig gesperrten angrenzenden B 65 neu aus bekämpften Kräfte das Feuer unter Einsatz von drei Drehleitern. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Freitagnachmittag. Zeitweilig waren bis zu 200 Feuerwehrleute im Einsatz. Neben Tausenden von Holzpaletten verbrannten auch drei Lastwagen und zwei Werkshallen auf dem Areal einer ehemaligen Tischlerei. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund zwei Millionen Euro. Zur Brandursache konnte die Polizei Minden-Lübbecke noch keine Angaben machen. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet und ermittelt in alle Richtungen. Der letzte Mitarbeiter hatte um 23 Uhr das Gebäude verlassen,

Hauptproblem war die schwierige Wasserversorgung in dieser Randlage des Mindener Stadtgebietes. Gegen 1 Uhr entschied die Einsatzleitung, zusätzlich Schlauchleitungen zum Gevattersee zu verlegen. Bereits aus Bückeburg war der feuerrote Himmel über Minden zu erkennen, schilderte die Feuerwehr Bückeburg, als sie zum Einsatz fuhr. Ihre beiden Tanklöschfahrzeuge wurden umgehend zur Wasserversorgung den Einsatzabschnitten zugewiesen und speisten die Einsatzfahrzeuge vor Ort. Immer wieder fuhren sie nach Röcke, um dort an Hydranten die Fahrzeuge zu betanken. Bis etwa fünf Uhr kamen die Fahrzeuge als Wasserpuffer zum Einsatz. Gegen sechs Uhr konnten die Bückeburger wieder abrücken.

Das könnte Sie auch interessieren...

Auch die Löschfahrzeuge der Flugplatzfeuerwehr Achum waren mit ihren Flugfeld-Löschfahrzeugen vor Ort. Innerhalb von drei Minuten sprühten sie immer wieder 11 000 Liter Löschwasser in den Brandherd. Aus Rinteln waren die Ortsfeuerwehr und die Werksfeuerwehr der Lebenshilfe angerückt.

Neben Tausenden Paletten verbrannten auch drei Lkw auf dem Firmengelände der Palettenfabrik. FW Bückeburg

Rund 30 Polizisten aus Herford, Lippe, Bielefeld und Bückeburg wurden zusammengezogen, die sich um Absperrmaßnahmen kümmerten und ihre Not hatten, Neugierige fernzuhalten. Die Bundesstraßen 65 und 482 sowie die Landstraße 534 mussten gesperrt werden. Der Verkehr wurde weiträumig abgeleitet.rc