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Notfallkarte kann Leben retten / Nicht nur für Senioren wichtig

Passt in jedes Portemonnaie

Bückeburg. Sie ist zehn Zentimeter lang und sieben Zentimeter breit: Die von der Senioren-Union Bückeburg und der Volksbank in Schaumburg überreichte Notfallkarte passt in jedes Portemonnaie. „Jeder sollte sie dabei haben“, sagt Friedrich Pörtner beim Pressegespräch. Die Karte könne Leben retten.

veröffentlicht am 20.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:41 Uhr

20. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg. Sie ist zehn Zentimeter lang und sieben Zentimeter breit: Die von der Senioren-Union Bückeburg und der Volksbank in Schaumburg überreichte Notfallkarte passt in jedes Portemonnaie. „Jeder sollte sie dabei haben“, sagt Friedrich Pörtner beim Pressegespräch. Die Karte könne Leben retten.

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Man stelle sich folgendes Szenario vor: Ein Unfall, der Fahrer ist schwer verletzt, ein Arzt kommt vorbei, leistet Erste Hilfe und sucht dann nach weiterführenden Informationen. Hat der Mann einen Herzschrittmacher? Ist er verwirrt? Neigt er zum Weglaufen? All das und mehr ist auf der kleinen Karte vermerkt, die die Senioren-Union Bückeburg in einer Auflage von 4000 Exemplaren verteilen lässt.

Ziel sei es, der Bevölkerung einen Dienst zu erweisen, gibt Friedrich Pörtner zu verstehen. So seien im Falle eines Falles alle Daten beisammen, die dann beispielsweise von Polizei, Rettungsdiensten oder Ärzten genutzt werden könnten. „Die Karte“, da ist sich Pörtner sicher, „kann Leben retten“. Bei manch einem Unfall komme es auf sekundenschnelle Entscheidungen an und darauf, ob wichtige Informationen vorliegen.

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Sechs Seiten sind auf der Notfallkarte für Daten freigehalten, vom Feld für „aktuelle Medikamente“ über „Hilfsmittel“ bis hin zum „letzten Krankenhausaufenthalt“. „Das kann wichtig werden, wenn jemand auf ein bestimmtes Medikament unverträglich reagiert“, sagt Ruth Harmening. Eine bestimmte Zielgruppe hat die Karte aber nicht: „Jeder, ob jung oder alt, sollte sie dabei haben“, merkt Friedrich Pörtner an.

Vorsorge zu treffen, sei keine Sache des Alters, von dem Angebot könne jeder profitieren. 4000 Karten hat die Senioren-Union mit Unterstützung der Volksbank in Schaumburg drucken lassen. Wenn der Bedarf größer ist, gibt es einen Nachschlag, verspricht Markus Strahler vom Bankhaus. „Das passt sehr gut zu uns, damit können wir uns absolut identifizieren.“ In der Nachbargemeinde Porta Westfalica sei die Karte jedenfalls sehr gut angenommen worden, ergänzt Friedrich Pörtner. „Davon haben wir uns inspirieren lassen.“

Die Karte wird in einer Auflage von 4000 Exemplaren in der Stadt Bückeburg und der Samtgemeinde Eilsen in Filialen der Volksbank in Schaumburg, Arztpraxen, Apotheken, dem DRK, Seniorenheimen, der Jugendfreizeitstätte, der BSG und öffentlichen Einrichtungen (etwa Rathaus, Gemeindeverwaltungen) abgegeben.mig

Nils Vogt (l.) und Markus Strahler (r.) von der Volksbank in Schaumburg mit Ruth Harmening, Friedrich Pörtner und Horst Neufahrtmig