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Unkonventionelle Entlassungsfeier im Adolfinum / Finja Seifert erreicht mit Endnote 1,1 Traumergebnis

„Pavel fragen!“

BÜCKEBURG. Ein Jahrgangsleiter Martin Rüther, der sich mit der Geige und einem bunten Strauß Melodien verabschiedet, ein strahlender Lehrerchor in weißen Bademänteln und keine traditionelle Abiturientenrede – das war unkonventionell, was da am Ende der Schulzeit in der Entlassungsfeier der diesjährigen Abiturienten im Adolfinum vor einem großen Publikum über die Bühne ging.

veröffentlicht am 17.06.2016 um 13:05 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 11:42 Uhr

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Klaus Schnierl vom Verein der Adolfiner zeichnete Finja Seifert (1,1) und Jonas Meier (1,5) als Jahrgangsbeste aus. Besondere Beachtung fand das Ergebnis im Fach Mathematik: Während in ganz Niedersachsen vom zu hohen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben die Rede war, gab es in Bückeburg ganz ausgezeichnete Ergebnisse für Finja Seifert, Viktor Glinka, Jonas Meier und Nils Sassenberg. Ehrungen für besonders zu würdigende Leistungen gab es auch in den Fächern Religion, Französisch und in den drei Naturwissenschaften.

Philipp Müller und Mehmet Ucar wurden für ihr Engagement als Schülersprecher gewürdigt. Das Soziale stand auch im Vordergrund, als Maxie Böllert-Staunau vom Förderverein den Jahrgangssprechern Christian Christov, James Randall und Luisa Nentwig sowie Finja und Svenja Seifert kleine Präsente überreichte.

Schulleiter Michael Pavel hatte in seiner Begrüßungsansprache eindringlich gemahnt, bei aller Freude über den Erfolg und die gewonnene Freiheit nicht zu vergessen, was wirklich wichtig ist im Verlauf eines wechselvollen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen: „Eine Gelassenheit, die aus Bescheidenheit erwächst.“

Auf der Leinwand Schülerporträts, auf der Bühne die jeweilige Tutorengruppe – so konnte die Zeugnisvergabe zügiger als sonst von statten gehen. Musikalische Beiträge von Lewin Wanzek, Jan Oltmanns, Janina Rüther, Hans-Helmut Ellenbeck und Johanna Oldiges sowie dem Chor der Abiturienten gaben der Veranstaltung eine feierliche Atmosphäre. Unter der Rubrik „Rede der Jahrgangssprecher“ wurden anders als sonst nur wenige Worte darüber gemacht, was die erreichte Bildung ausmacht.

Stattdessen Geschenke – vorneweg ein Schraubenschlüssel für den Schulleiter. Da schloss sich ein Kreis wie von unsichtbarer Hand: Man solle die Busse besteigen, die das Leben biete, und umsteigen, wenn der Weg sich als falsch oder gefährlich herausstelle, hatte Böllert-Staunau den Abiturienten mit auf den Weg gegeben. Ab jetzt heißt es im Adolfinum bei Pannen und in Gefahrenlagen: Mit ihrem „Abisong“ ließen die Absolventen schließlich noch einmal die Tage der Klausuren Revue passieren. Die Erleichterung war zu spüren, aber auch die Erschöpfung. Neben weiteren Ausgezeichneten wie den Abiturienten Jente Abel, Jonas Tünnermann, Tabea Klatt, Jens Schneider und Talentsucherin Anna Kurucz waren zur Feier des Tages auch diejenigen mit von der Partie, die auf der Zielgeraden nicht ganz so erfolgreich waren.

Manchen der 70 Absolventen konnte die Fachhochschulreife (schulischer Teil) bescheinigt werden. So schienen sich wirklich alle Schüler des Jahrgangs wiederzufinden in den Freiheitsgedanken der singenden Staatsdiener: „Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehen!“




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