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Polizei gibt Tipps, wie man sich richtig verhält

PC-Betrüger wollen 83-Jährige leimen

BÜCKEBURG. Eine 83-jährige Bückeburgerin ist nach Angaben der Polizei am Telefon von zwei schlecht Deutsch sprechenden Männer aufgefordert worden, ihren PC zu starten und eine Internetadresse einzugeben. Die Seniorin wurde nach der Eingabe skeptisch.

veröffentlicht am 11.03.2019 um 17:05 Uhr

BÜCKEBURG. Wenn sich am heimischen Computer Probleme zeigen und lösungsorientierte Hilfe benötigt wird, wendet man sich an sogenannte Support-Mitarbeiter, die den IT-Fehler im Rahmen der Kundenbetreuung beheben können. In den letzten Jahren melden sich jedoch unangemeldet falsche Support-Mitarbeiter von Microsoft bei den PC-Nutzern, weil diese angeblich einen Trojaner auf ihrem heimischen Rechner haben und dieser von Microsoft mittels einer besonderen Software entfernt werden könnte. Diese Anrufe dienen nach Angaben der Polizei einzig und allein betrügerischer Vorbereitungshandlungen von meist aus dem Ausland, vornehmlich dem asiatischen Raum, agierenden Betrügern.

Die Täter behaupten, man müsste ein (legales) Fernwartungstool wie Teamviewer) installieren, damit man dem Support den Zugriff auf das System ermöglicht. Wird die Installation durchgeführt und dieser Zugriff gewährt, so haben die Täter freies Spiel. Hier stehen die Möglichkeiten offen, die vorhandene Antivirensoftware zu deaktivieren, Schadsoftware zu installieren oder Bezahlvorgänge zu manipulieren.

Einen solchen Anruf erhielt am Montagmittag eine 83-jährige Bückeburgerin, die von zwei schlecht Deutsch sprechenden Männer aufgefordert wurde, ihren PC zu starten und eine Internetadresse einzugeben. Die Seniorin wurde nach der Eingabe skeptisch und unterbrach das Telefonat, was die beiden Männer am anderen Ende der Telefonleitung offenbar in Rage brachte, die wüste Drohungen aussprachen.

„Sehr wahrscheinlich hat die Dame noch rechtzeitig reagiert und vor einer wahrscheinlichen Installation einer Software das Telefonat beendet“, so der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, der einige Tipps gibt:

Lassen Sie die Anrufer nicht auf Ihren Computer.

Installieren Sie keine Fernwartungstools nach Aufforderung.

Klicken Sie auf keine Links in den gefälschten Support-Webseiten.

Tätigen Sie keine Zahlungen und geben Sie keine Login-Daten für Zahlungen oder Bezahldaten ein.

Beenden Sie idealerweise ohne weitere Gesprächsführung das Telefonat.

Sind Sie bereits in die Falle der Täter getappt? Beenden Sie die Netzwerkverbindung, indem Sie den Netzwerkstecker ziehen und WLAN beenden.

Informieren Sie Ihre Bank, deren Zahlungsdaten Sie für eine geforderte Zahlung angegeben haben. Lassen Sie die Karte gegebenenfalls sperren.

Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge.

Erstatten Sie Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.

Notieren Sie die Rufnummer, auch wenn diese durch Call-ID-Spoofing gefälscht sein kann.

Wenn es Verbindungsdaten aus den Fernwartungstools gibt (z. B. Nummer des Remote-Rechners, also dem Computer, den die Täter verwendet haben), schreiben Sie dies auch auf.r




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