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Zum letzten Mal mit Pastor Thomas G. Krage

Pfingstgottesdienst in Bückeburg: 18 Jahre gelebte Ökumene

BÜCKEBURG. Ein lebendiges Zeichen der Ökumene ist „volljährig“ geworden: Zum 18. Mal fand jetzt auf der Mausoleumswiese der ökumenische Pfingstgottesdienst der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien, der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde und der Evangelisch-Reformierten Kirche Bückeburg statt:

veröffentlicht am 10.06.2019 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 10.06.2019 um 19:10 Uhr

Angesichts der Temperaturen verfolgten viele Besucher den Gottesdienst lieber aus dem Schatten als von der Steintreppe des Mausoleums. Foto: JP
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Ein lebendiges Zeichen der Ökumene ist „volljährig“ geworden: Zum 18. Mal fand jetzt auf der Mausoleumswiese der ökumenische Pfingstgottesdienst der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien, der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde und der Evangelisch-Reformierten Kirche Bückeburg statt.

Zum ersten Mal hatte das Dreigestirn der drei Bückeburger Konfessionen am Pfingstmontag des Jahres 2002 zu dem gemeinsamen Gottesdienst vor der Kulisse der fürstlichen Begräbnisstätte eingeladen. Und wie schon so oft in den vergangenen Jahren erlebten die Besucher den Gottesdienst bei so tropischen Sommertemperaturen, dass die meisten von ihnen nicht auf der Steintreppe des Mausoleums Platz nahmen, sondern die Schattenplätze an den Seiten des Gebäudes sowie unter den Bäumen vorzogen.

Zugleich stellte dieser Gottesdienst eine Zäsur dar: Zum letzten Mal gestaltete ihn mit Thomas G. Krage ein Pastor mit, der auch schon bei der Premiere im Jahr 2002 dabei war. Im August dieses Jahres wird der langjährige Seelsorger der Evangelisch-Reformierten Kirchen zu Bückeburg und Stadthagen nach 26 Dienstjahren in den Ruhestand wechseln.

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Pastor Thomas G. Krage predigte in diesem Jahr zum letzten Mal auf der Mausoleumswiese. Foto: JP

Seine letzte Predigt während eines Pfingstgottesdienstes leitete Thomas Krage mit dem Vergleich des Geistes Gottes mit dem Wind ein: Man könne ihn zwar nicht sehen, seine Wirkung aber sehr wohl spüren. Von der Geschichte des Gelähmten, den man mittels einer Trage über eine Dachöffnung in ein Gebäude brachte, um Jesus begegnen zu können, schlug der Evangelisch-Reformierte Pastor den Bogen zu der „Fridays for Future“-Bewegung, mit der sich Jugendliche in ganz Europa für einen stärkeren Klimaschutz engagieren. Auch sie seien zu Beginn als Schulschwänzer belächelt worden, bis daraus eine machtvolle Bewegung entstanden sei.

Als Vertreter der anderen beiden Gemeinden gestalteten Gemeindereferentin Sabine Kalkmann von der Katholischen Kirchengemeinde St. Marien Bückeburg und Pastor Jan-Uwe Zapke von der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde den Gottesdienst mit.

Den muskalischen Rahmen lieferten wie in jedem Jahr der Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde sowie der Gospelchor „Rhythm of Life“. Im Anschluss hatten die Besucher dann die Gelegenheit, sich bei Bratwurst und kühlen Getränken zu stärken.




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