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Stadt muss 24 000 Euro für neue Ausrüstung selbst bezahlen / Gutachten sieht keinen Handlungsbedarf

Pinta-Brand: Versicherung springt nicht ein

BÜCKEBURG. Die Stadt muss die Kosten von knapp 24 000 Euro für die Ersatzbeschaffung von Ausrüstung nach dem Brand beim Brand von Pinta komplett selbst tragen.Wie Stadtkämmerer Reiner Wilharm auf der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses mitteilte, gehöre die Ersatzbeschaffung zu den Brandschutzaufgaben und werde nicht von der Versicherung des Gewerbebetriebs getragen. Andere Firmen würden in solchen Fällen Spenden geben, sagte der Kämmerer: „Mal schauen, ob etwas kommt.“ Das 22-seitige Gutachten geht davon aus, dass durch das kontaminierte Löschwasser keine Gefahr bestand.

veröffentlicht am 13.03.2019 um 13:59 Uhr
aktualisiert am 13.03.2019 um 17:40 Uhr

Beim Pinta-Brand wurde Ausrüstung im Wert von 24 000 Euro beschädigt und ist durch die Stadt ersetzt worden – auf Kosten der Stadt, da die Versicherung nicht einspringt. Foto: Archiv/rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Die Stadt muss die Kosten für die Ersatzbeschaffung von Ausrüstung nach dem Brand von Pinta komplett selbst tragen. Wie Kämmerer Reiner Wilharm auf der jüngsten Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses mitteilte, gehöre die Ersatzbeschaffung zu den Brandschutzaufgaben und werde nicht von der Versicherung des Gewerbebetriebes getragen. Andere Firmen würden in solchen Fällen Spenden geben, sagte der Kämmerer: „Mal schauen, ob etwas kommt.“

Insgesamt muss die Stadt für knapp 24 000 Euro neue Ausrüstung wie Bekleidung, Helme oder Schläuche neu beschaffen oder hat sie schon beschafft. Als Grund wird im Bericht des Gutachters angeführt, dass beim Brand freigesetzte Stoffe das Gummi von Ausrüstungsgegenständen angegriffen hätten.

Die Halle der Firma Pinta im Gewerbegebiet Kreuzbreite war im September vergangenen Jahres nach einem technischen Defekt an einer Maschine komplett niedergebrannt. Kontaminiertes Löschwasser gelangte in die Kanalisation und beschäftigt die zuständigen Behörden bis heute, da bei Abrissarbeiten an der Halle erneut kontaminiertes Wasser in die Maulbeeke gelangte (wir berichteten).

Wie berichtet liegt mittlerweile auch der 22-seitige Abschlussbericht zu den Folgeschäden vor. Durch den unmittelbar nach dem Brand veranlassten Einbau von Sperren in die Maulbeeke habe ein Eindringen von Löschwasser in den Schlossbach verhindert werden können. Das aufgestaute Wasser sei fortlaufend abgepumpt und letztlich nach einer Zwischenspeicherung (Regenrückhaltebecken und Vorklärbecken auf der Kläranlage) fachgerecht entsorgt worden. Eine Schädigung der Gewässerbiozönosen im Schlossbach sowie eine nicht vorhersehbare Störung im Betrieb der Kläranlage seien so vermieden worden, heißt es in dem Abschlussbericht unter „Zusammenfassende Bewertung / Handlungsbedarf“ weiter. Im Sediment der Maulbeeke seien keine relevanten Kontaminationen verblieben, diesbezüglich bestehe kein weiterer Handlungsbedarf. Es werde empfohlen, nach der vollständigen Räumung des Brandschadens auf dem Betriebsgelände Boden- und Grundwasseruntersuchungen durchzuführen, um schlüssig zu klären, ob aufgrund von Boden- oder Grundwasserkontaminationen noch Maßnahmen erforderlich seien.rc




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