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Auf der L 772 im Wagen eingeklemmt / Tanklastzug kippt um

Pkw-Fahrer tödlich verletzt

veröffentlicht am 18.10.2016 um 11:12 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:09 Uhr

QUETZEN/RUSBEND. Den Rettungskräften vor Ort bot sich ein Bild der Verwüstung: Ein total zerstörter Kleinwagen im Straßengraben, ein umgekippter Silolastzug, viele Trümmerteile auf der Straße: Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L 772 im Petershagener Ortsteil Quetzen kurz hinter der Landesgrenze ist am Dienstagmorgen ein 69-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er verstarb noch an der Unfallstelle.

Wie die Polizei mitteilte, kollidierte sein Kleinwagen auf Höhe der Straße Mariahöh frontal mit dem Sattelzug. Der Mann wurde bei dem Unfall in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot befreit werden. Ärztliche Hilfe kam für ihn zu spät. Der 61-jährige Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus Stadthagen gebracht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat sich der Unfall folgendermaßen zugetragen: Der Fahrer des silberfarbenden Hyundai war gegen 8 Uhr auf der Landesstraße 772 Richtung Rusbend/Schloss Baum unterwegs. Auf Niedersächsischer Seite der Landesgrenze trägt die Straße die Bezeichnung L 450. Am Ortsausgang von Quetzen muss er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben. Wie es dazu kommen konnte, steht noch nicht fest. Der Autofahrer geriet aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr. Dort kollidierte er mit einem Sattelschlepper, der im Siloauflieger 26 Tonnen Kalksteinmehl geladen hatte. Die Vorderseite des Pkw wurde komplett zerstört, der Lkw kippte um und rutschte ein Stück weit in den Straßengraben. Auch der Pkw landete zerstört im Graben.

Ladung trat aus dem Sattelauflieger des Lkw nicht aus. Erleichtert waren die Rettungskräfte, dass es sich nicht um gefährliche oder entzündliche Ladung handelte. Trotzdem stellten die Bergungsarbeiten alle Beteiligten vor eine große Herausforderung. Es war ein spezielles Bergefahrzeug im Einsatz. Die Straße musste bis zum späten Nachmittag gesperrt werden, der Verkehr wurde umgeleitet.

Auf der erst kürzlich neu ausgebauten Strecke gilt Tempo 100. Laut Feuerwehr-Einsatzleiter Patrick Wichmann hat es dort bereits einige Unfälle gegeben, auch tödliche. Für diesen Einsatz forderte Wichmann ein Team zur psychosozialen Unterstützung für die Helfer an. Insgesamt waren 25 Feuerwehrmänner aus Lahde, Quetzen, Ilvese und Bierde im Einsatz.

Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf mindestens 190 000 Euro geschätzt. Da die Unfallumstände noch nicht abschließend geklärt werden konnten, bittet die Polizei um Mithilfe: Sie sucht Zeugen, denen – auch vor dem Unfall – ein silberner Hyundai i10 auf der L 772, der L 770 oder in der Nähe aufgefallen ist. Hinweise bitte an die Polizei Minden, Telefon (05 71) 88 66-0. Jede noch so kleine Beobachtung könne bei der Aufklärung helfen, heißt es.kk/fh/mt




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