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Drei Beamte verletzt /

Polizeichef „Erschrocken und entsetzt“ über Attacke auf Polizisten

BÜCKEBURG. Bei einer Attacke mit einer Hantel hat am Freitagmittag ein Asylbewerber in der Flüchtlingsunterkunft am Unterwallweg drei Polizeibeamte verletzt. Einer musste mit einer schweren Kopfverletzung in Klinikum Schaumburg transportiert werden. Die beiden anderen, darunter eine Polizistin, erlitten leichte Verletzungen. Sie mussten sich in ärztliche Behandlung geben und sind dienstunfähig.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 16:40 Uhr

Im Flüchtlingsheim Herderschule hat ein 21-Jähriger Polizisten mit einer Hantel angegriffen und drei verletzt. Foto: leo
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite

Der 21-jährige Täter wurde in Polizeigewahrsam genommen. Seine genaue Identität muss noch ermittelt werden. Zu den Motiven und dem Hergang der Attacke konnte die Polizei noch keine exakten Angaben machen. Alle drei Beamten konnten sich wegen der Schwere der Verletzung oder aber unter Schock stehend noch nicht zum Ablauf des Geschehens äußern. Da nicht ausgeschlossen ist, dass der 21-Jährige zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Drogen steht, wurde nach Informationen unserer Zeitung eine Blutprobe angeordnet.

Nach Angaben der Polizei Bückeburg war sie gegen 11.45 Uhr in die ehemalige Herderschule gerufen worden, weil dort der 21-Jährige Sachbeschädigungen an dem Gebäude beging. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen im Einsatz. Als die Polizisten die Räumlichkeiten betraten, griff er die Beamten mit einer kiloschweren Hantel an. Ob es sich um eine Hantelscheibe, die Stange oder eine Griffhantel gehandelt hat, konnte die Polizei noch nicht sagen, ebenso wenig zum Hergang der Attacke. Der Pressesprecher der Polizei, Matthais Auer: „Das muss alles noch exakt ermittelt werden, wir haben die Beamten noch nicht befragen können.“

Der Leiter des Kommissariats Werner Steding zeigte sich „erschrocken und entsetzt“ über die Attacke auf seine Beamten. Sie hätten hoch motiviert und engagiert ihre Aufgabe wahrgenommen: „Ich wünsche gute Besserung.

Die seit Jahren leer stehende Herderschule wird seit Ende 2015 vom Landkreis Schaumburg als Flüchtlingsunterkunft genutzt und von der AWO Schaumburg betreut. Wie AWO-Geschäftsführerin Heide Hanauske auf Anfrage sagte, sei es dem Mann nach Angaben von Bewohnern und Betreuern in den vergangenen Wochen psychisch nicht gut gegangen. Was der Auslöser der Attacke war, dazu habe sie keine Kenntnis. Die AWO-Mitarbeiter hätten richtig reagiert. Derzeit sind rund 40 Flüchtlinge in der Herderschule untergebracht. Sie hätten das Geschehen gut verkraftet.




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