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Anwohner beschweren sich über katastrophale Zustände an und in einem Mietshaus

Rattenplage in der unteren Wallstraße

BÜCKEBURG. Mit einer Rattenplage haben derzeit Anwohner der unteren Wallstraße zu kämpfen. Auf dem Grundstück eines Mietshauses und nicht mehr genutzten Schuppens stapeln – oder stapelten – sich Restmüll, Gelbe Säcke, Essensreste, Kompostabfälle oder Sperrmüll. Was – natürlich – Ratten angezogen hat. Als der Besitzer nach einer ersten Beschwerde mit einer Teilentrümpelung des Grundstücks anfing, „sprangen die Ratten hin und her“. Ihm gegenüber hätten Kinder, die in dem Haus wohnen, berichtet, dass die Ratten im Haus sind und sie mit ihnen spielen würden, schilderte ein Anwohner und eine Anwohnerin.

veröffentlicht am 18.03.2019 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 18.03.2019 um 19:10 Uhr

So sah es auf dem Grundstück aus, bevor der Eigentümer nach ersten Beschwerden eine Aufräumaktion startete. Jetzt haben sich Anwohner erneut beschwert, weil immer noch Ratten gesichtet werden. Foto: pr.
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Mit einer Rattenplage haben derzeit Anwohner der unteren Wallstraße zu kämpfen. Auf dem Grundstück eines Mietshauses und nicht mehr genutzten Schuppens stapeln – oder stapelten – sich Restmüll, Gelbe Säcke, Essensreste, Kompostabfälle und Sperrmüll. Das hat – natürlich – Ratten angezogen. Als der Besitzer nach einer ersten Beschwerde mit einer Teilentrümpelung des Grundstücks anfing, „sprangen die Ratten hin und her“. Ihm gegenüber hätten Kinder, die in dem Haus wohnen, berichtet, dass die Ratten im Haus sind und sie mit ihnen spielen würden, schilderten ein Anwohner und eine Anwohnerin.

Nachdem sich die Zustände nach der ersten Aufräumaktion nicht wesentlich gebessert hatten, wurden die Anwohner erneut aktiv. Mitte vergangener Woche wurden noch einmal die zuständigen Behörden informiert. Am Donnerstagabend waren rund zehn Anwohner in die Sitzung des Rates gekommen, um dort ihrem Unmut freien Lauf zu lassen und die Stadt zu fragen, was sie gegen diese Zustände unternehmen wolle. Friedrich Struckmann, der nach eigenen Angaben bereits zehn Ratten gefangen hat, im Rat: „Wir bitten einfach um Hilfe.“

Dem Bürgermeister war am Donnerstagabend von den Zuständen noch nichts bekannt. Es komme insbesondere im Winter häufiger zu Rattenplagen, bedingt durch die alte Kanalisation in der Altstadt und die Nähe zum Schlossbach, sagte Reiner Brombach allgemein. Die Stadt beauftrage regelmäßig eine Fachfirma mit der Rattenbekämpfung. Er werde die Beschwerde unverzüglich an das zuständige Fachamt weitergeben.

Mit solchen Kästen bestückt mit Giftködern wird die Fachfirma gegen die Ratten an der Wallstraße vorgehen. Foto: Archiv/rc

Das Ordnungsamt sei nach den Beschwerden der Anwohner noch in der vergangenen Woche unverzüglich tätig geworden, berichtete Brombach am nächsten Tag. Der Eigentümer sei angeschrieben, der Landkreis informiert und die Fachfirma seitens der Stadt unverzüglich beauftragt worden. Bereits am Freitag vergangener Woche sei der Landkreis vor Ort gewesen. „Alle Maßnahmen sind eingeleitet“, so der Bürgermeister. Manchmal sei es halt schwierig mit solchen Eigentümern.

Die Anwohner waren nach eigenen Angaben bereits im Februar an den Eigentümer des Mietshauses herangetreten und haben die Zustände mit Fotos dokumentiert. Der Eigentümer habe aufgeräumt, aber nach wie vor gebe es massive Probleme mit den Ratten. Immer wieder würden noch Tiere beobachtet. Kinder würden mit Ratten spielen. Das alles seien unzumutbare Zustände, nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Mieter. Acht Wohnungen soll es in dem Gebäude geben. Das Haus wird inzwischen von Anwohnern als „Brennpunkt-Haus“ eingestuft. Dort müssten die zuständigen Behörden tätig werden.




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