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Planungsverband fordert Ausbau der Mittelweser / Grüne dagegen

RegioPort fürchtet um Umschlagsentwicklung

BÜCKEBURG/MINDEN. Der Planungsverband RegioPort Weser hat in einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 das Verkehrsministerium aufgefordert, die Mittelweser auszubauen und damit den Begegnungsverkehr sogenannter Großgütermotorschiffe (GMS) zu ermöglichen. Wenn die Mittelweser ausschließlich in der Basisvariante ausgebaut und auf die Umsetzung aller weiteren Maßnahmen des Planfeststellungsbeschlusses verzichtet wird, führe das zu einer deutlichen Einschränkung der Befahrbarkeit der Mittelweser für das GMS. Auf etwa 40 Prozent der Mittelweser wäre nur ein Einbahnverkehr möglich.

veröffentlicht am 28.06.2016 um 15:06 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:22 Uhr

Die Potenziale der Mittelweser als alternativer Verkehrsweg für Güterverkehre auch zur Entlastung der Fernstraßen könnten sich so nur sehr eingeschränkt entfalten. Der Planungsverband in seiner Stellungnahme wörtlich: „Dies halten wir gerade vor dem Hintergrund der positiven Umschlagsentwicklung der Mindener Häfen und dem bevorstehenden Neubau des RegioPort Weser als Containerterminal mit Hinterland-Hub-Potenzial für kontraproduktiv.“

Ohne die Umsetzung aller Maßnahmen der Mittelweser-Anpassung würden unter anderem die für die Schleusenneubauten in Minden und Dörverden getätigten Investitionen ins Leere laufen. Nur eine vollständige Mittelweseranpassung führe auch zu einer durchgehenden Befahrbarkeit durch das GMS. Nur so könnten die wirtschaftlichen Vorteile des GMS gegenüber dem Europaschiff auch voll realisiert werden.

Eine Stellungnahme, die in der jüngsten Sitzung des Planungsverbands im Bückeburger Rathaus nicht uneingeschränkt von den Verbandsmitgliedern getragen wurde. Seitens von Bündnis 90/Die Grünen lehnte die Kreistagsabgeordnete und Bückeburger Ratsfrau Cornelia Laasch den weiteren Ausbau der Mittelweser ab und warnte vor den ökologischen Folgen in dem Bereich. Die Weser werde begradigt und kanalisiert. Dadurch erhöhe sich die Fließgeschwindigkeit, was wiederum die Hochwassergefahr erhöhe: „Nur Donald Trump leugnet noch den Klimawandel. Wir lehnen den Ausbau ab.rcBÜCKEBURG/MINDEN. Der Planungsverband RegioPort Weser hat in einer Stellungnahme zum Bundesverkehrswegeplan 2030 das Verkehrsministerium aufgefordert, die Mittelweser auszubauen und damit den Begegnungsverkehr sogenannter Großgütermotorschiffe (GMS) zu ermöglichen.

Wenn die Mittelweser ausschließlich in der Basisvariante ausgebaut und auf die Umsetzung aller weiteren Maßnahmen des Planfeststellungsbeschlusses verzichtet wird, führe das zu einer deutlichen Einschränkung der Befahrbarkeit der Mittelweser für das GMS. Auf etwa 40 Prozent der Mittelweser wäre nur ein Einbahnverkehr möglich.

Die Potenziale der Mittelweser als alternativer Verkehrsweg für Güterverkehre auch zur Entlastung der Fernstraßen könnten sich so nur sehr eingeschränkt entfalten. Der Planungsverband in seiner Stellungnahme wörtlich: „Dies halten wir gerade vor dem Hintergrund der positiven Umschlagsentwicklung der Mindener Häfen und dem bevorstehenden Neubau des RegioPorts Weser als Containerterminal mit Hinterland-Hub-Potenzial für kontraproduktiv.“

Ohne die Umsetzung aller Maßnahmen der Mittelweser-Anpassung würden unter anderem die für die Schleusenneubauten in Minden und Dörverden getätigten Investitionen ins Leere laufen. Nur eine vollständige Mittelweser-anpassung führe auch zu einer durchgehenden Befahrbarkeit durch das GMS. Nur so könnten die wirtschaftlichen Vorteile des GMS gegenüber dem Europaschiff auch voll realisiert werden.

Eine Stellungnahme, die in der jüngsten Sitzung des Planungsverbands im Bückeburger Rathaus nicht uneingeschränkt von den Verbandsmitgliedern getragen wurde – die Kreistagsabgeordnete und Bückeburger Ratsfrau Cornelia Laasch (Bündnis 90/Die Grünen) lehnte den weiteren Ausbau der Mittelweser ab und warnte vor den ökologischen Folgen in dem Bereich. Die Weser werde begradigt und kanalisiert. Dadurch erhöhe sich die Fließgeschwindigkeit, was wiederum die Hochwassergefahr erhöhe: „Nur Donald Trump leugnet noch den Klimawandel. Wir lehnen den Ausbau ab.“rc




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