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Schilder an Waldeingängen führen Rettungskräfte und Hilfesuchende zusammen

Rettungspunkt hilft Leben retten

BÜCKEBURG. Erst in der vergangenen Woche hätten sie gute Hilfe leisten können, die 23 neuen Rettungspunkte, die das Fürstliche Forstamt in den vergangenen Wochen in den Fürstlichen Forst im Harrl, an der Sandfurth im Bereich der Gevatterseen und im Schaumburger Wald eingerichtet hat. Im Harrl war ein Dirt-Biker bei einer rasanten Abfahrt gegen einen Baum geprallt und hatte sich ein Bein gebrochen. Sein Kumpel musste aufwendig die Rettungsdienste verständigen und zu der Piste lotsen, wo sein Kumpel hilflos im Wald lag. Was schlussendlich gelang. Die 23 neuen Rettungspunkte sollen Abhilfe schaffen und Rettungskräfte und Hilfesuchende schneller zusammenführen.

veröffentlicht am 30.06.2016 um 13:12 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:42 Uhr

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„Denn wie soll der Rettungsleitstelle erklärt werden, wo jemand genau im Wald liegt und wie man dahin kommt. Dritter Waldweg rechts von dort und dort. Das findet man kaum“, erklärt Alfred Matthaei, der verantwortliche Förster für die Revierförsterei Harrl-Siekholz. Er hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Mitarbeitern die landesweit einheitlichen Schilder mit der Kennung des Landkreises SHG und einer laufenden Nummer (von 301 bis 323) aufgestellt. Die Standorte der Schilder sind so gewählt, dass diese am Übergang von öffentlichen Straßen zu den Forstwegen liegen und auch eine Landung des Rettungshubschraubers ermöglichen.

Zu allen Punkten wurden die geographischen Daten erfasst und an die Rettungsleitstellen der Landkreise Schaumburg und Minden gemeldet. Die Daten hierzu sind in die Navigationssysteme der Rettungskräfte eingepflegt, sodass der Standort angefahren werden kann. Im Notfall braucht die meldende Person nur über die Notrufnummer 112 die Leitstelle anrufen und die Kennung des Rettungspunktes angeben. Dort können die eintreffenden abgeholt und an den tatsächlichen Unfallort geleitet werden. „Ein Verirren der Rettungskräfte im Wald aufgrund nicht eindeutiger Standortangaben sollte damit ausgeschlossen sein“, so Alfred Matthaei.

Ob das tatsächlich so klappt, das ist jetzt am Mittwochmittag geübt worden. Punkt 12 Uhr setzte Matthaei – nach vorheriger Absprache – einen Notruf am Punkt SHG 316 ab, an einem neu eingerichteten Wirtschaftweg an der Kreisstraße zwischen Bergdorf und Ahnsen, der hinauf in den Harrl führt. Bei Baumfällarbeiten ist ein Waldarbeiter untereinem umgestürzten Baum eingeklemmt und schwer verletzt worden.

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Mit vereinten Kräften wird der „Verletzte“ aus dem Wald geschleppt.

In wenigen Minuten ist ein Rettungswagen und zwei Fahrzeuge der Feuerwehren aus Bad Eilsen, Luhden und Buchholz mit Blaulicht und Martinshörnern vor Ort. Matthaei springt in seinen Wagen, fährt vorweg und führt die Rettungskräfte zu dem „Verletzten“, einem Mitarbeiter des Fürstlichen Forstamtes, der einige hundert Meter abseits des Weges im Wald liegt.

Die Sanitäter stabilisieren den Verletzten, die Feuerwehr sichert den Stamm und hebt ihn mit Luftkissen an. Der Verletzte kann auf eine Trage gedreht und gesichert werden und wird von den Rettungskräften hinunter zum Rettungswagen getragen. „Das läuft so“, lautet das Fazit.

23 Rettungspunkte hat das Fürstliche Forstamt eingerichtet: Sechs an der Landwehr im Bereich Rusbend, Quetzen, Nienstädt Stadthagen, Niederwöhren und Hespe-Hiddensen; fünf im Bereich des Meinserkämpen im Rusbend, Meinsen, Cammer und Berenbusch; zwei im Bereich Sandfurth bei Röcke-Klus, Petzen; einen am Tennisheim am Schlosspark; vier am Harrl am Parkplatz Ruheforst, dem Bergbad, zwischen Bergdorf und Ahnsen und am Ende der Harrlallee in Bad Eilsen; sieben im Bereich Buchholz (Waldstraße) und Rinteln in den Ortsteilen Steinbergen und Schaumburg.BÜCKEBURG. Erst in der vergangenen Woche hätten sie gute Hilfe leisten können, die 23 neuen Rettungspunkte, die das Fürstliche Forstamt in jüngster Zeit in den Fürstlichen Forst im Harrl, an der Sandfurth im Bereich der Gevatterseen und im Schaumburger Wald eingerichtet hat. Im Harrl war ein Dirt-Biker bei einer rasanten Abfahrt gegen einen Baum geprallt und hatte sich ein Bein gebrochen. Sein Kumpel musste aufwendig die Rettungsdienste verständigen und zu der Piste lotsen, wo sein Kumpel hilflos im Wald lag – was schlussendlich gelang.

Die 23 neuen Rettungspunkte sollen Abhilfe schaffen, Rettungskräfte und Hilfesuchende schneller zusammenführen. „Denn wie soll der Rettungsleitstelle erklärt werden, wo jemand genau im Wald liegt und wie man dahin kommt. Dritter Waldweg rechts von dort und dort. Das findet man kaum“, erklärt Alfred Matthaei, der verantwortliche Förster für die Revierförsterei Harrl-Siekholz. Er hat in den vergangenen Wochen gemeinsam mit Mitarbeitern die landesweit einheitlichen Schilder mit der Kennung des Landkreises SHG und einer laufenden Nummer (von 301 bis 323) aufgestellt. Die Standorte der Schilder sind so gewählt, dass diese am Übergang von öffentlichen Straßen zu den Forstwegen liegen und auch eine Landung des Rettungshubschraubers ermöglichen.

Zu allen Punkten wurden die geografischen Daten erfasst und an die Rettungsleitstellen der Landkreise Schaumburg und Minden gemeldet. Die Daten hierzu sind in die Navigationssysteme der Rettungskräfte eingepflegt, sodass der Standort angefahren werden kann. Im Notfall braucht die meldende Person nur über die Notrufnummer 112 die Leitstelle anzurufen und die Kennung des Rettungspunktes anzugeben. Dort können die Eintreffenden abgeholt und an den tatsächlichen Unfallort geleitet werden. „Ein Verirren der Rettungskräfte im Wald aufgrund nicht eindeutiger Standortangaben sollte damit ausgeschlossen sein“, so Alfred Matthaei.

Ob das tatsächlich so klappt, ist nun am Mittwochmittag geübt worden. Punkt 12 Uhr setzte Matthaei – nach vorheriger Absprache – einen Notruf am Punkt SHG 316 ab, an einem neu eingerichteten Wirtschaftweg an der Kreisstraße zwischen Bergdorf und Ahnsen, der hinauf in den Harrl führt. Bei Baumfällarbeiten ist ein Waldarbeiter untereinem umgestürzten Baum eingeklemmt und schwer verletzt worden.

In wenigen Minuten sind ein Rettungswagen und zwei Fahrzeuge der Feuerwehren aus Bad Eilsen, Luhden und Buchholz mit Blaulicht und Martinshörnern vor Ort. Mat-thaei springt in seinen Wagen, fährt vorneweg und führt die Rettungskräfte zu dem „Verletzten“, einem Mitarbeiter des Fürstlichen Forstamtes, der einige hundert Meter abseits des Weges im Wald liegt.

Die Sanitäter stabilisieren den Verletzten, die Feuerwehr sichert den Stamm und hebt ihn mit Luftkissen an. Der Verletzte kann auf eine Trage gedreht und gesichert werden und wird von den Rettungskräften hinunter zum Rettungswagen getragen. „Das läuft so“, lautet das Fazit.

23 Rettungspunkte hat das Fürstliche Forstamt eingerichtet: Sechs an der Landwehr im Bereich Rusbend, Quetzen, Nienstädt Stadthagen, Niedernwöhren und Hespe-Hiddensen; fünf im Bereich des Meinserkämpen im Rusbend, Meinsen, Cammer und Berenbusch; zwei im Bereich Sandfurth bei Röcke-Klus, Petzen; einen am Tennisheim am Schlosspark; vier am Harrl am Parkplatz Ruheforst, dem Bergbad, zwischen Bergdorf und Ahnsen und am Ende der Harrlallee in Bad Eilsen; sieben im Bereich Buchholz (Waldstraße) und Rinteln in den Ortsteilen Steinbergen und Schaumburg.




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