weather-image
×

GSP-Vortrag in der Schäfer-Kaserne

Rolf Clement fragt: Welche Bedeutung hat Europa noch?

BÜCKEBURG. Aus Anlass der bevorstehenden Europawahl wird der Chefredakteur der Zeitschrift „Europäische Sicherheit & Technik“ in Bonn, Rolf Clement, am Montag, 29. April, um 19 Uhr in der Schäfer-Kaserne auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) über das Thema „Europas weltpolitische Rolle“ sprechen.

veröffentlicht am 23.04.2019 um 14:26 Uhr

BÜCKEBURG. Die Europawahl 2019 ist die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament. Sie findet vom 23. bis 26. Mai in den Mitgliedstaaten der EU statt, in Deutschland und in Österreich am 26. Mai. Eine Schicksalswoche für Europa beginnt, denn Europa steckt in einer existenziellen Krise. Neben den beiden zentralen Fragen: „Was wird mit dem Brexit?“ und „Wie werden die Populisten und Nationalisten aus der Wahl hervorgehen?“ stehen insgesamt Einfluss und Bedeutung Europas auf dem Spiel. Die Weltmächte USA, Russland und China kämpfen auf überwiegend wirtschaftlichem Gebiet um Vormachtstellung und Augenhöhe, dabei spielt Europa, das zunehmend in Unordnung gerät und dringend einer Neuorientierung und von der Gemeinschaft getragener Entscheidungen bedarf, kaum noch eine Rolle. „Gerade in der Sicherheitspolitik wird deutlich, wie wenig die Vernetzung der Politikbereiche wahrgenommen wird, und wie jeder im Ressortdenken noch verhaftet ist“, schreibt Klaus Suchland von der GSP, Sektion Minden, in einer Pressenotiz anlässlich des Vortrags im Internationalen Hubschrauber-Ausbildungszentrum.

Die geschickte Wirtschaftspolitik Chinas („One Road – One Belt), die Verlagerung der außenpolitischen Interessen der USA von Europa in den Pazifik, das Wiedererstarken Russlands und die Schwächung bisheriger wertegebundener aber zunehmend wirkungsarmer Bündnisse zwängen zu einer neuen Beurteilung der Lage. „Wo, wenn überhaupt, liegt noch die Bedeutung Europas in der Welt? Welche Rolle spielt Deutschland noch in dieser Welt? Ich bin dankbar, dass ich für diese Fragestellung einen sicherheitspolitisch erfahrenen und sachkundigen Experten gewinnen konnte“, so Suchland.

Rolf Clement, geboren 1953 in Stuttgart, studierte Rechtswissenschaften, war von 1980 bis 1984 Korrespondent verschiedener Regionalzeitungen, anschließend Korrespondent beim NDR, seit 1989 beim Deutschlandfunk in unterschiedlich leitenden Verwendungen, ab 1996 in der Chefredaktion mit Schwerpunkt Sicherheitspolitik. Clement war Moderator, Referent und Diskutant bei zahlreichen nationalen und internationalen Gremien und Gesellschaften, Beobachter bei der Münchener Sicherheitskonferenz und Mitglied des Kuratoriums der GSP. Seit 2017 ist Clement freier Journalist und Chefredakteur von E&S.r




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige