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Das rote Sofa: Fürst wirbt für den Weihnachtszauber und erinnert sich an „Steif und traurig“

Schloss muss für sich selbst sorgen

Bückeburg. Bestens aufgelegt hat Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe am Montagabend im NDR-Fernsehen locker plaudernd Werbung für den bevorstehenden Weihnachtszauber gemacht.

veröffentlicht am 27.11.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:21 Uhr

„Es wird kräftig geschmückt auf Schloss Bückeburg. Haben sie da auch Hand angelegt?“, fragt Moderatorin Inka Schneider Details zum „Winter-Zauber“ ab. „Da ist richtig Leben in der Bude“, schwärmt der Schlossherr vom bevorstehenden Ereignis. Der Tourismusmagnet „Weihnachtszauber“, der wohl auch 2013 wieder mehr als 60 000 Besucher in die Stadt locken wird, ist beileibe nicht das einzige Thema, welches in dem 30 Minuten dauernden, munteren Zwiegespräch angeschnitten wird. Eine Reise zurück in die Vergangenheit ist der Einspieler über das Forte da Graça bei Elvas in Portugal. Graf Wilhelm hatte es nach dem Muster der Festung Wilhelmstein anlegen lassen – nur zwanzigmal größer.

„Sie haben einen Stammbaum, wissen, zu welchem Geschlecht sie gehören“, sucht die Moderatorin, Beweggründe eines Adligen für sein heutiges Wirken zu ergründen. „Das Über-Ich der Vorfahren hält dazu an, sich selbst zu bemühen“, gibt der Fürst Triebfedern, aber auch Notwendigkeiten seines Tuns zu erkennen. Womit das Gespräch auch wieder zum Weihnachtszauber zurückkehrt. Der Hausherr spricht vom „deutlich siebenstelligen Umsatz“, den Weihnachtszauber und Landpartie Jahr für Jahr erwirtschaften. Erwirtschaften müssen, denn: „Was ich da einkassiere, gebe ich sofort wieder aus, um das Baudenkmal zu erhalten. Dieses Schloss muss für sich selbst sorgen. Für mich ist das ein durchlaufender Posten.“

Nicht durchlaufend, sondern seit Kindheitstagen ein beständiger Teil seines Lebens ist für Alexander zu Schaumburg-Lippe die Beschäftigung mit der Musik. „Ich habe da eine sehr schöne Überraschung für Sie“, kündigt Inka Schneider einen Einspieler an. „Mensch Alex. Kaum ist man mal ein bisschen abgelenkt, schon sind wieder 25 Jahre rum.“ Zu sehen ist Hans Freyse. Das „Hänschen …!“ war Mitschüler am Gymnasium Adolfinum und Mitmusiker aus Göttinger Studententagen in der Rockband „Steif und traurig“. Sein damaliger Musikkumpel Alex versinkt jetzt auf dem roten Sofa in Erinnerungen an die Zeit der Neuen Deutschen Welle und an den Reggae-Song „Rasta-Fahndung“. „Hans schrieb Texte, die so urkomisch waren, dass ich im Probenraum so manches Mal laut lachend unters Keyboard gerutscht bin …“thm

Gut aufgelegt: Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe plaudert am Flügel mit NDR-Moderatorin Inka Schneider über wirtschaftliche Notwendigkeiten und musikalische Streifzüge. NDR



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