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Gesellschaft für Sicherheitspolitik geht in Zeiten von Corona neue Wege

Sicherheitspolitik künftig per Zoom

BÜCKEBURG/MINDEN. Da die Pandemie noch immer alles im Griff hat beziehungsweise noch immer bedroht, kann auch die Gesellschaft für Sicherheitspolitik in absehbarer Zeit noch nicht wieder zu ihren bewährten Methoden zurückgreifen, sicherheitspolitische Themen über Vorträge näher zu bringen und mit Mitgliedern und Gästen zu diskutieren. Der Vorsitzende Rainer Lüttge: „Ihre Gesundheit (und auch die Gesundheit unserer Referenten) liegt uns sehr am Herzen, dennoch wollen wir Ihnen weiterhin interessante Themen auf sichere Art und Weise anbieten.“

veröffentlicht am 03.07.2020 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 03.07.2020 um 19:00 Uhr

Daher geht die GSP neue Wege. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Anbietern, über die sich Video-Vorträge beziehungsweise Videokonferenzen in Form von sogenannten Webinaren durchführen lassen. Die Sektion Minden hat sich für den Anbieter Zoom entschieden und schon erste vielversprechende Erfahrungen gemacht.

Die GSP habe sich für den möglicherweise etwas kompliziert erscheinen Weg entschieden, bei dem man sich als interessierte Teilnehmer an den Vorträgen zunächst unverbindlich beim Administrator (Jürgen Hockemeier, Telefon (0 57 22) 2 16 01, hockemeier-minden@gsp-sipo.de) telefonisch oder per Mail anmelden kann. Die Teilnehmerzahl ist leider aus technischen Gründen begrenzt. Anmeldeschluss ist der 17. Juli. Danach werden die vertraulichen Zugangsdaten sowie eine Beschreibung des Zugangs zur Video-Konferenz übermittelt. Der Aufwand ist gering. Übrigens: Wer technische Probleme mit dem Zugang hat, kann das vorher mit dem Administrator ausprobieren. Teilnehmen können alle, die einen PC mit Kamera, ein Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone haben.

Im März hatte die GSP schon einen entsprechenden Präsenzvortrag zum Thema Naher Osten auf dem Programm, der wegen der Corona-Pandemie allerdings kurzfristig abgesagt werden musste. Der Nahe Osten bleibt weiterhin ein Krisenherd, den es natürlich auch hinsichtlich unserer Sicherheitsinteressen nicht aus den Augen zu verlieren gilt. Der Konflikt Israels mit den Palästinensern bleibt weiterhin im Fokus. Vielen ist nicht bewusst, dass auch deutsche Beamte im Rahmen einer EU-Mission regelmäßig in Palästina eingesetzt sind.

Die „EU Police Mission in the Palestinian Territories (EUPOL COPPS)“ ist die Polizeimission der Europäischen Union im Westjordanland (Palästina). Ziel ist der Aufbau einer funktionierenden palästinensischen Polizei und eines rechtsstaatlichen Justizsystems in Palästina. Die Mission (Beginn 2006) arbeitet im Rahmen der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik und steht unter der Führung der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik. Sitz der Mission ist das 20 Kilometer nördlich von Jerusalem gelegene Ramallah in den palästinensischen Autonomiegebieten. Europa ist Mission-Akteur, Finanzgeber und Personalsteller in der Region. Neben Polizeibeamten sind auch Juristen und zivile Experten an der Mission beteiligt.

Einer der vor Ort beteiligten deutschen Polizeibeamten war der Kriminaldirektor Reinhard Cichowski, Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport. Er wird nun im Rahmen einer Zoom-Konferenz am Donnerstag, 23. Juli, um 19 Uhr zum Thema „Deutsche Polizei dringend gesucht! aus seinen Erfahrungen aus einem Missionseinsatz in Palästina“ referiert. Im Anschluss an seinen Vortrag steht Cichowski noch für die Beantwortung etwaiger Fragen zur Verfügung.

Weitere geplante Vorträge im Jahr 2020 (alle über Zoom):

Donnerstag, 6. August, 19 Uhr, Oberstleutnant a.D. Jörg Barandat: „Wasser, Klima, Energie – Zentrale sicherheitspolitische Herausforderungen“

Donnerstag, 3. September, 19 Uhr, Oberstleutnant i.G. Franco Lazzaro: „Sicherheitspolitische Ziele Frankreichs unter Präsident Macron“ (tbc)

Im Oktober (Datum folgt) Oberstleutnant Dr. Stefan Klein (Kdr PzPiBtl 130): „America First? Das sicherheitspolitische Verhältnis der USA zu den europäischen Verbündeten im Spiegel der Zeit.“r/rc