weather-image
18°
×

SPD-Stadtverband lernt Völlers und Tegtmeier kennen

Soziale Gerechtigkeit als Markenkern

EVESEN. Die Gelegenheit zum besseren Kennenlernen von Marja-Liisa Völlers und Ralph Tegtmeier hat eine im Sportzentrum Evesen veranstaltete Versammlung des SPD-Stadtverbandes geboten. Völlers und Tegtmeier bewerben sich um das Direktmandat der Partei im Bundestagswahlkreis Nienburg II-Schaumburg. Über die Kandidatur für die 2017 anstehende Bundestagswahl soll am 24. Juni bei einer Delegiertenkonferenz im Ratskeller entschieden werden.

veröffentlicht am 03.06.2016 um 13:31 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 15:22 Uhr

Autor:

Die von Stadtverbandschef Jens Meier moderierte Runde erlebte zwei Bewerber, die am Ende etwa gleich viel Applaus für sich verbuchen konnten

Die 1984 in Bückeburg geborene Völlers wuchs in Münchehagen auf, wo sie heute noch wohnt. Sie erwarb ihr Reifezeugnis am Ratsgymnasium Stadthagen, studierte in Bielefeld Englisch, Erziehungswissenschaften und Geschichte und ist seit 2012 als Studienrätin an der IGS Schaumburg in Stadthagen beschäftigt. Ihr Eintritt in die SPD erfolgte 2009. In ihrer Familie bestehen seit fünf Generationen SPD-Mitgliedschaften. Seit 2011 engagiert sie sich kommunalpolitisch im Ortsrat von Münchehagen und im Rehburg-Loccumer Stadtrat. 2015 übernahm sie das Amt der Vize-Kreisvorsitzenden der Nienburger Awo.

Tegtmeier erblickte 1973 in Riepen das Licht der Welt, ist dort auch aufgewachsen. Dem Abitur folgten eine Ausbildung zum Bankkaufmann, ein berufsbegleitendes Studium der Betriebswirtschaft sowie ein Jura-Studium in Hannover und Bielefeld. Gegenwärtig ist er Abteilungsleiter bei einer Versicherung in Hannover. Er war zunächst bei den Jusos engagiert und trat 1990 in die SPD ein. Er gehört dem Kreistag an, ist Vize-Chef der Schaumburger SPD, Vize-Bürgermeister in Bad Nenndorf und Vize-Sprecher der dortigen SPD-Stadtratsfraktion.

Völlers stellte die soziale Gerechtigkeit als wesentlichen Arbeitsschwerpunkte heraus. Vor allem mit Blick auf „Familien, die sich abstrampeln und am Ende nichts übrig haben“, seien Verbesserungen anzustreben. Als weitere Schlagworte nannte sie „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, „Löhne schaffen, von denen man auch Rücklagen bilden und sich etwas gönnen kann“ und „gerechtere Steuergesetzgebung“. Völlers: „Wer starke Schultern hat, sollte auch stärker belastet werden.“

Für Tegtmeier war wichtig, „nur das zu versprechen, was man auch halten kann“. Er wolle sich für das einsetzen, „was die Menschen mir mit auf den Weg nach Berlin geben“ und die Position der Bundes-SPD vor Ort erläutern. Analog zu Völlers bezeichnete er die soziale Gerechtigkeit als Markenkern der SPD. Darüber hinaus gelte es, im Bundestagswahlkampf deutlich zu machen, was die SPD in der Großen Koalition erreicht habe. „Daran wollen wir anknüpfen und mehr erreichen.“

Völlers und Tegtmeier bewerben sich auf einen Posten, der 16 Jahre lang für Sebastian Edathy reserviert war. Seit Edathys Mandatsverzicht im Februar 2014 verfügen die heimischen Sozialdemokraten nicht mehr über einen eigenen Abgeordneten in Berlin.




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige