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Eindeutige Entscheidung für Marja-Liisa Völlers – Ralph Tegtmeier: „Bin im Stich gelassen worden“

SPD überrascht bei Kandidaten-Kür

BÜCKEBURG. Mit einem für viele Beobachter recht überraschenden Votum haben die Delegierten der Wahlkreiskonferenz der SPD-Unterbezirke Nienburg und Schaumburg am Freitagabend im Bückeburger Rathaussaal Marja-Liisa Völlers als gemeinsame Spitzenkandidatin für den Bundestagswahlkreis 40 Nienburg II-Schaumburg nominiert. Die 31-jährige Studienrätin aus Rehburg-Loccum erhielt 71 von 114 Stimmen, für ihren Gegenkandidaten, den 43-jährigen Bankkaufmann Ralph Tegtmeier aus Bad Nenndorf, sprachen sich 43 Delegierte aus. Das Resultat überraschte insofern, dass von den 114 Stimmberechtigten 82 dem Unterbezirk Schaumburg und 32 dem Nienburger Bezirk angehörten. 72 Delegierte waren männlichen, 42 weiblichen Geschlechts. Daher war allgemein davon ausgegangen worden, dass Tegtmeier als Vertreter Schaumburgs und als Mann das Rennen machen würde. Das Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion hatte sich vor dem Urnengang – „ich bin ziemlich zuversichtlich“ – siegesgewiss geäußert. Später sprach der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende von „tiefer Enttäuschung“ und meinte, im Stich gelassen worden zu sein.

veröffentlicht am 26.06.2016 um 14:40 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:22 Uhr

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Der Schaumburger Unterbezirksvorsitzender Karsten Becker sprach von einem „Neuanfang“, Völlers habe ein kräftiges Ergebnis erzielt. Nun gelte es, den Blick nach vorn zu richten. Völlers bekräftigte, eine Kandidatin für beide Bezirke sein zu wollen. „Nur zusammen können wir gewinnen.“

Das deutliche Votum war während der Vorstellungsrunde nicht absehbar. Beide ziemlich selbstbewusst auftretende Bewerber erhielten in etwa gleich kräftigen Beifall. Tegtmeier hatte sich als Realpolitiker mit umfangreichen politischen Erfahrungen präsentiert, der jetzt die Politik zu seinem Beruf machen wolle. „In den gut 27 Jahren, die ich mich für die SPD und ihre Ziele einsetze, habe ich Erfahrungen auf allen Ebenen gesammelt“, unterstrich der Betriebswirt und Jurist. „Mit Klimaschutz die Erde retten, die Menschen schützen und ihnen Arbeit und Sicherheit geben“, gab er als seine politische Forderung aus. „Das sind Investitionen in unsere Zukunft.“

Völlers stellte sich als junge und unerfahrene Frau vor, die der Partei zwar erst seit relativ kurzer Zeit angehöre, aber in der Familie über fünf Generationen zurückreichende sozialdemokratische Wurzeln verfüge. Die Lehrerin an der IGS Stadthagen legte ihr Hauptaugenmerk auf soziale Gerechtigkeit. „Politik ist ein wichtiger Teil meines Lebens, der mir viel Spaß und Freude bereitet. Da ich mit den Menschen hier vor Ort verbunden und mit den politischen Themen des Wahlkreises vertraut bin, unsere gemeinsamen Interessen in Berlin engagiert vertreten kann und darüber hinaus auch noch in der Mitte unseres Wahlkreises lebe, hoffe ich auf Eure Unterstützung meiner Bewerbung“, gab die gebürtige Bückeburgerin zu verstehen.

Im Anschluss an die Vorstellungen waren kaum konkrete Nachfragen an die Kadidaten zu vernehmen. Was darauf schließen ließ, dass der größte Teil der Delegierten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Entscheidung getroffen hatte. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass das Verhältnis zwischen dem Schaumburger Unterbezirksvorstand und der Parteibasis durchaus Optimierungspotenzial aufweise. Mehrere Redner stellten die Wichtigkeit heraus, das Bundestagsmandat im Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg direkt zu gewinnen.

Ohne namentlich genannt zu werden, tauchte der frühere Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy in mehreren Wortbeiträgen auf. Der mittlerweile in der Partei zur Unperson degradierte Bad Rehburger hatte den Wahlkreis bis zu seinem Mandatsverzicht im Februar 2014 16 Jahre lang als jeweils direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag vertreten. Seit dem Verzicht verfügen die heimischen Sozialdemokraten nicht mehr über einen eigenen Abgeordneten in Berlin. „Der hat uns geschadet bis sonst wo“, erklärte ein Delegierter, der zugleich vor dem „Schwiegermuttertypen“ warnte – gemeint war der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, dessen Name ebenfalls keine Erwähnung fand.BÜCKEBURG. Mit einem für viele Beobachter recht überraschenden Votum haben die Delegierten der Wahlkreiskonferenz der SPD-Unterbezirke Nienburg und Schaumburg am Freitagabend im Bückeburger Rathaussaal Marja-Liisa Völlers als gemeinsame Spitzenkandidatin für den Bundestagswahlkreis 40 Nienburg II-Schaumburg nominiert. Die 31-jährige Studienrätin aus Rehburg-Loccum erhielt 71 von 114 Stimmen, für ihren Gegenkandidaten, den 43-jährigen Bankkaufmann Ralph Tegtmeier aus Bad Nenndorf, sprachen sich 43 Delegierte aus.

Das Resultat überraschte insofern, dass von den 114 Stimmberechtigten 82 dem Unterbezirk Schaumburg und 32 dem Nienburger Bezirk angehörten. 72 Delegierte waren männlichen, 42 weiblichen Geschlechts. Daher war allgemein davon ausgegangen worden, dass Tegtmeier als Vertreter Schaumburgs und als Mann das Rennen machen würde. Das Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion hatte sich vor dem Urnengang – „ich bin ziemlich zuversichtlich“ – siegesgewiss geäußert. Später sprach der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende von „tiefer Enttäuschung“ und meinte, im Stich gelassen worden zu sein.

Der Schaumburger Unterbezirksvorsitzende Karsten Becker sprach von einem „Neuanfang“, Völlers habe ein kräftiges Ergebnis erzielt. Nun gelte es, den Blick nach vorn zu richten. Völlers bekräftigte, eine Kandidatin für beide Bezirke sein zu wollen. „Nur zusammen können wir gewinnen.“

Das deutliche Votum war während der Vorstellungsrunde nicht absehbar. Beide ziemlich selbstbewusst auftretende Bewerber erhielten in etwa gleich kräftigen Beifall. Tegtmeier hatte sich als Realpolitiker mit umfangreichen politischen Erfahrungen präsentiert, der jetzt die Politik zu seinem Beruf machen wolle. „In den gut 27 Jahren, die ich mich für die SPD und ihre Ziele einsetze, habe ich Erfahrungen auf allen Ebenen gesammelt“, unterstrich der Betriebswirt und Jurist. „Mit Klimaschutz die Erde retten, die Menschen schützen und ihnen Arbeit und Sicherheit geben“, gab er als seine politische Forderung aus. „Das sind Investitionen in unsere Zukunft.“

Völlers stellte sich als junge und unerfahrene Frau vor, die der Partei zwar erst seit relativ kurzer Zeit angehöre, aber in der Familie über fünf Generationen zurückreichende sozialdemokratische Wurzeln verfüge. Die Lehrerin an der IGS Stadthagen legte ihr Hauptaugenmerk auf soziale Gerechtigkeit. „Politik ist ein wichtiger Teil meines Lebens, der mir viel Spaß und Freude bereitet. Da ich mit den Menschen hier vor Ort verbunden und mit den politischen Themen des Wahlkreises vertraut bin, unsere gemeinsamen Interessen in Berlin engagiert vertreten kann und darüber hinaus auch noch in der Mitte unseres Wahlkreises lebe, hoffe ich auf Eure Unterstützung meiner Bewerbung“, gab die gebürtige Bückeburgerin zu verstehen.

Im Anschluss an die Vorstellungen waren kaum konkrete Nachfragen an die Kadidaten zu vernehmen. Was darauf schließen ließ, dass der größte Teil der Delegierten zu diesem Zeitpunkt bereits eine Entscheidung getroffen hatte. Hinter vorgehaltener Hand wurde gemunkelt, dass das Verhältnis zwischen dem Schaumburger Unterbezirksvorstand und der Parteibasis durchaus Optimierungspotenzial aufweise. Mehrere Redner stellten die Wichtigkeit heraus, das Bundestagsmandat im Wahlkreis Nienburg II-Schaumburg direkt zu gewinnen.

Ohne namentlich genannt zu werden, tauchte der frühere Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy in mehreren Wortbeiträgen auf. Der mittlerweile in der Partei zur Unperson degradierte Bad Rehburger hatte den Wahlkreis bis zu seinem Mandatsverzicht im Februar 2014 16 Jahre lang als direkt gewählter Abgeordneter im Bundestag vertreten. Seit dem Verzicht verfügen die heimischen Sozialdemokraten nicht mehr über einen eigenen Abgeordneten in Berlin. „Der hat uns geschadet bis sonst wo“, erklärte ein Delegierter, der vor dem „Schwiegermuttertypen“ warnte – gemeint war der CDU-Bundestagsabgeordnete Maik Beermann, dessen Name ebenfalls keine Erwähnung fand.




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