weather-image
21°
×

Landfrauen honorieren Arbeit des Unterstützerkreises

Spende für die Flüchtlingshilfe

Bückeburg. 400 Euro hat der Landfrauenverein Bückeburg gesammelt – und die Spende jetzt an Pastor Ulrich Hinz übergeben. Hinz, der die Summe stellvertretend für den Unterstützerkreis Flüchtlinge Meinsen-Warber in Empfang nahm, dankte dem rührigen Verein für sein „großes Engagement“: Das Geld werde „gut eingesetzt werden“.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 14:30 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:22 Uhr

An die Gründung des Unterstützerkreises vor etwa einem Jahr kann sich Pastor Ulrich Hinz noch gut erinnern. Damals habe der Landkreis angekündigt, auch in Meinsen-Warber Flüchtlinge unterbringen zu wollen. Das habe unter den Einheimischen zunächst „zu etwas Unruhe geführt“. Mit der Gründung des Kreises habe man verhindern wollen, dass sich „Ängste, die ja erst einmal berechtigt sind, hochschaukeln und zu Verunsicherung führen.“ Ziel sei es deshalb von vorneherein gewesen, eine „Transparenz für Einheimische“ und eine „Willkommenskultur für Flüchtlinge“ zu gewährleisten.

„Willkommenskultur“ – für Hinz bedeutet das, den Flüchtlingen zu zeigen, „dass es nicht so darauf ankommt, wo jemand herkommt, sondern dass er hier ist“. Aktuell gehören der Gruppe 15 Helfer an, die sich um rund 30 Flüchtlinge aus Syrien und einigen Balkanstaaten kümmern. Fünf Familien wohnen in dem Gebäude in Meinsen-Warber – laut Pastor Hinz machen sie gute Fortschritte bei der Integration. Die kleinen Kinder sind längst im örtlichen Kindergarten angemeldet, die größeren gehen in die Grundschule. Auch sonst nehmen die Flüchtlinge die Angebote des Unterstützerkreises (Deutschunterricht) gerne wahr.

Ein Glanzlicht war beispielsweise der Freitags-Mittagstisch, wo Einheimische und Flüchtlinge Essen gekocht haben. Zeitweise seien über 100 Menschen an den Freitagen zusammengekommen, zieht Pastor Hinz eine rundum positive Bilanz. Ansonsten sind es vor allem Hilfestellungen im Alltag, die der Kreis anbietet. Darunter fällt die Beschaffung eines TV (um Nachrichten aus der Heimat zu sehen) genauso wie die von Fahrrädern (damit die Flüchtlinge nach Bückeburg kommen können). Ganz neu ist die sogenannte „KultTour“, „eine Tour, bei der Flüchtlinge und Einheimische dem nachspüren, was unsere Lebensweise und Lebensart ausmacht, also dem, was für unsere Region scheinbar typisch ist“.

Kurzum: Der Unterstützerkreis bietet eine Menge an Aktivitäten, die die hauptamtlichen Helfer in vielerlei Hinsicht entlasten. Oder, wie es Pastor Hinz ausdrückt: „Ohne Ehrenamt wäre all das wohl nicht zu bewältigen.“ Und weiter: „Wenn Integration gelingen soll, dann müssen alle mit anpacken.“ mig




Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige