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Spenden statt Geschenke – Fürstenpaar hilft todkranker Mutter

BÜCKEBURG. Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Mahkameh Fürstin zu Schaumburg-Lippe haben anlässlich ihrer kirchlichen Trauung, zu der prominente Gäste und Freunde aus mehreren Ländern geladen waren, auf Hochzeitsgeschenke verzichtet und um Spenden für eine befreundete todkranke zweifache Mutter aus Bückeburg gebeten.

veröffentlicht am 11.10.2021 um 16:12 Uhr
aktualisiert am 12.10.2021 um 17:20 Uhr

Leonhard Behmann

Autor

Redakteur zur Autorenseite

Eine fünfstellige Summe ist zusammengekommen. „Aber das reicht nicht, um den Kindern der alleinerziehenden Mutter langfristig helfen zu können“, sagt Fürst Alexander, der sich seit vielen Jahren im In- und Ausland aktiv humanitär engagiert – unter anderem als Vorstandsmitglied und Schirmherr von Interhelp – Deutschen Gesellschaft für internationale Hilfe. Deshalb wenden sich Alexander und Mahkameh zu Schaumburg-Lippe an die Öffentlichkeit und rufen weiter zu Spenden auf.

Die schwer an Krebs erkrankte Frau (49), die über sich selbst sagt, sie werde ihren 50. Geburtstag nicht mehr erleben, bittet flehentlich, um Hilfe für ihren Sohn (13) und ihre Tochter (19). „Meine größte Angst ist es, dass meine Kinder nach meinem Tod auseinandergerissen werden, mein Sohn in ein Heim geschickt wird oder in eine Pflegefamilie kommt – weil das kostengünstiger und letztendlich einfacher für das Jugendamt wäre“, schreibt Sabine C. vom Krankenbett aus. Die Journalistin macht sich große Sorgen: „Ich sehe die großen Augen von meinem wunderbaren Sohn, diese Augen, die mich ansehen und mich anflehen nicht zu sterben. Er will mich nicht verlieren. Und der Gedanke, ihn zurückzulassen, bringt mich um. Ich liege nachts wach und habe Angst vor seiner Zukunft. In einem Internat könnte er den Tod und den Krebs für eine Zeit ausblenden, wäre gut untergebracht und könnte bei meiner Tochter bleiben. Seine große Schwester und sein Halt. Die mich seit einem Jahr pflegt und bei jedem Arzttermin meine Hand hält und immer an meiner Seite ist. An der Seite einer Mutter, die seit über einem Jahr gefangen ist in einem Körper, der ihr völlig fremd geworden ist.“

Anfang 2020 hatte Sabine C. erfahren, dass sie an Krebs erkrankt ist. Inzwischen weiß sie, dass sie bald sterben wird. „Ich kann nicht mehr alles regeln, ich weiß nicht, wie viel Zeit mir bleibt. Aber ich bin dankbar für alles, was ich noch erleben und auf den Weg bringen kann. Ich habe bereits ein Internat gefunden, das alles anbietet, was mein Sohn braucht und, das ihn gerne aufnehmen würde. Dafür kommt uns das Internat auch finanziell sehr entgegen. Auch dort ist man so bemüht darum, uns in dieser ausweglosen Situation zu helfen. Meine beiden Kinder bedeuten alles für mich – und ich kann jetzt nicht sterben, mit der Sorge im Herzen, was aus den beiden wird und, dass ich sie vollkommen schutzlos zurücklassen.“ Fürst Alexander hat bereits geholfen – und er hat sich zum Ziel gesetzt, dass noch fehlenden Geld zusammenzubekommen. „Ich war zutiefst erschrocken und schockiert, als ich die Nachricht bekam – schließlich ist Sabine eine Freundin“, sagt er – und appelliert an alle Menschen, die das Schicksal nicht kalt lassen kann: „Bitte helfen Sie uns helfen.“

3 Bilder
Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe und Mahkameh Fürstin zu Schaumburg-Lippe verzichteten bei ihrer Hochzeit auf Geschenke und baten stattdessen um Spenden für eine todkranke Frau.Foto: leo


Geldspenden können auf das Konto der Hamelner Hilfsorganisation Interhelp: IBAN: DE49 2546 2160 0700 7000 00, BIC: GENODEF1HMP (Volksbank Hameln-Stadthagen), Verwendungszweck: „Spende Sabine“ überwiesen werden. Spendenquittungen können ausgestellt werden.




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