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Wer soll die Resolution gegen Gewalt im Sport verfassen?

Sportausschuss und Forum der Sportvereine im Clinch

BÜCKEBURG. In der jüngsten Sitzung des Sport- und Partnerschaftsausschusses hat es Streit darum gegeben, ob die Politik in Gestalt des Ausschusses oder aber das Forum Bückeburger Sportvereine für die Erarbeitung einer Resolution verantwortlich zeichnet, mit der sich gegen Gewalt im Sport ausgesprochen werden soll. Schlussendlich einigte man sich: Es wurde ein Arbeitskreis gegründet.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 13:17 Uhr

Symbolfoto: dpa
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Das Vorhaben war bereits auf der vorherigen Sitzung angeregt, besprochen worden und entsprechend im Protokoll festgehalten worden. Und an Formulierungen im Protokoll entzündete sich der Streit. Wie Joachim Klöpper, Mitglied des Forums und Vorsitzender des TVE Röcke, im Ausschuss mitteilte, sehe das Forum „keine Ansätze“ für eine solche Resolution. Wenn sie gewollt sei, dann müsse sie von der Politik erarbeitet werden, aber nicht wie gefordert vom Forum. Der Ausschussvorsitzende Wolfhard Müller (SPD) merkte an, dass das Protokoll falsch formuliert worden sei und das Forum um eine Stellungnahme gebeten worden sei. Ratsherr Reinhard Luhmann (SPD) sagte, dass er vermeiden wolle, dass sich die Politik mit Einzelfällen beschäftigen müsse. Die Vorfälle beim VfR Evesen seien bedauerlich, der Verein habe und tue einiges, um solche Eskalationen künftig zu verhindern. Luhmann: „Wir haben kein generelles Problem von Gewalt im Bückeburger Sport. Das Problem darf nicht hochgezogen werden.“

Eine Aussage, für die er deutlichen Widerspruch von Ratsfrau Heike Donath (CDU) erntete, die in der vorvergangenen Sitzung die Resolution angeregt hatte. Es gehe ihr nicht um den Einzelfall. Es gebe aber eine deutlich wahrnehmbare Gewalt, insbesondere im Jugendbereich. Es seien zwar Kleinigkeiten, aber die regelmäßig, wie etwa das Anmachen und Angehen von Schiedsrichtern, und dass insbesondere von Eltern. Donath: „Gewalt gehört nicht in den Sport. Wir müssen deutlich machen, dass wir das nicht wollen.“ Schlussendlich einigte sich der Ausschuss – unter Zustimmung des Forum der Bückeburger Sportvereine – darauf, dass eine Arbeitsgruppe aus Politik und Forum gegründet wird. Sie wird eine Resolution erarbeiten, die zur weiteren Beratung in die Gremien gehen wird.rc




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