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Verwaltungsausschuss beschließt Absichtserklärung zur Übernahme von 1,22 Prozent von E.on

Stadt greift bei Rekommunalisierung zu

Bückeburg (rc). Die Stadt wird bei der Rekommunalisierung des Stromnetzes des Energieversorgers E.on Westfalen-Weser Anteilseigner in dem neu zu gründenden Unternehmen, das aller Voraussicht nach unter dem Namen „EWA kommunal“ firmieren wird. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hat der Verwaltungsausschuss gefasst, wie Bürgermeister Reiner Brombach aus der nicht öffentlichen Sitzung des Ausschusses mitteilte. Die Absichtserklärung muss noch vom Rat bestätigt werden.

veröffentlicht am 02.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 07:21 Uhr

Bisher hat die Stadt an E.on-Westfalen-Weser einen Anteil von 0,63 Prozent, durch Ziehen von Put-Optionen bei der Rekommunalisierung erhöht sich der Anteil automatisch auf 0,83 Prozent, wie der Bürgermeister erklärte. Gemessen an ihrer wirtschaftlichen Kraft steht der Stadt ein Anteil von 1,22 Prozent an der neuen Betreibergesellschaft zu, also knapp 0,4 Prozent mehr.

Die Aufstockung des Anteils um diese knapp 0,4 Prozent hat einen Wert von rund 2,8 Millionen Euro, von denen die Stadt nach Auskunft des Bürgermeisters zehn Prozent in bar aufbringen müsste, also 280 000 Euro.

Der Rest von gut 2,5 Millionen Euro könne durch das zukünftige Werk durch die Zahlung von Zins und Tilgung über eine Laufzeit von 25 Jahren aufgebracht werden. Hierfür liege der künftigen Betreibergesellschaft und den Kommunen ein attraktives Finanzierungsangebot vor. Die Kaufsumme von 280 000 Euro soll über einen Nachtragshaushalt finanziert werden.

Durch die Übernahme von Zins und Tilgung habe die Stadt weniger Rendite zu erwarten, so Brombach weiter, als einer der Verhandlungsführer der Kommunen bei der Rekommunalisierung mit vielen Details vertraut. Nach Steuern und Tilgung werde die Rendite der Stadt bei drei Prozent liegen, insgesamt belaufe sich die Dividendenrendite auf acht Prozent.

Insgesamt schloss Brombach nicht aus, dass die Stadt ihren Anteil an dem neuen Unternehmen noch erhöhen könne und werde, wenn andere Kommunen, die Anteile an E.on halten, nicht von ihrem Zugriffsrecht Gebrauch machen werden, so wie etwa der Landkreis Hameln-Pyrmont. Sollten Schaumburger Kommunen nicht von ihrem Zugriffsrecht Gebrauch machen, werde er sich in den Verhandlungen dafür einsetzen, dass andere Schaumburger Kommunen ein erstes Zugriffsrecht auf die freien Anteile eingeräumt werde.

Derzeit sind die Kommunen dabei, ihre Absichtserklärung abzugeben, was bis Mitte Februar abgeschlossen sein soll. Um Ostern soll es dann verbindliche Angebote von E.on geben.




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