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Vorerst kein neues Personal für Bückeburg

Support-Vertrag für NH 90 liegt auf Eis

Bückeburg (rc). Die Verhandlungen zwischen Verteidigungsministerium und der Firma Eurocopter über die Aufstockung von Personal für die Wartung und Flugstundenbereitstellung für den NH90 sind ins Stocken geraten. Der Vertrag werde so wie geplant nicht zustande kommen, bestätigte die Heeresfliegerwaffenschule entsprechende Informationen unserer Zeitung. Es seien „Nachbearbeitungen im größeren Umfang“ notwendig, hieß es weiter.

veröffentlicht am 14.12.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 23:41 Uhr

Wie berichtet laufen zwischen der Bundeswehr und dem Hersteller des NH90, der Firma Eurocopter Verhandlungen über einen Supportvertrag zur logistischen Unterstützung der Einsatzbereitschaft des NH90, den die Bundeswehr in der Rettungsversion NH 90 Medevac dringend insbesondere für ihre Auslandseinsätze in Afghanistan benötigt. Die Amerikanerwollen sich dort Ende 2012 mit ihren Rettungshubschraubern zurückziehen – die Bundeswehr müsste die Aufgaben selbst übernehmen.

In den vergangenen Jahren war es zu erheblichen Verzögerungen bei der Auslieferung gekommen. Diese Verzögerungen sollten jetzt durch den Vertrag zumindest teilweise aufgeholt werden, der die schnellere Verfügbarkeit von Flugstunden, Ersatzteilen und der Bereitstellung von Maschinen bedeutet hätte. Die neu ausgeschriebenen Stellen, für die Eurocopter bereits in ganzseitigen Anzeigen auch in der heimischen Region geworben hat, sollten – zunächst - auf drei Jahre befristet sein. Für den Standort Bückeburg hätte das eine Aufstockung des Personals für den NH90 bedeutet. Derzeit arbeiten rund 100 militärische und zivile Mitarbeiter an Wartung und Flugstundenbereitstellung am Standort Bückeburg.

Ob der Supportvertrag, der ein Volumen von 470 Millionen Euro umfassen soll, trotz des Zeitdrucks noch zustande kommt, ist nach unserer Zeitung vorliegenden Informationen mehr als fraglich. In den Verhandlungen soll das Verteidigungsministerium gegenüber den Herstellern auf die Erfüllung bestehender Altverträge gepocht haben.




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