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Musical „The Sound of Music“ erntet im Rathaussaal stehende Ovationen

„The Sound of Music“ in Bückeburg: Keine Minute Langeweile

BÜCKEBURG. Stehende Ovationen und minutenlangen Applaus haben die Mitwirkenden des Musicals „The Sound of Music“ im Bückeburger Rathaussaal bekommen. Es gab keine Minute Langeweile, denn die Geschichte um die legendäre Trapp-Familie aus Salzburg wurde in dieser Inszenierung pointiert und mit herausragenden Stimmen auf die Bühne gebracht. Als Zugabe gab es noch ein ganz besonderes „Schmankerl“ für die Zuhörer, als der Schaumburger Jugendchor auf die Bühne kam und mit den Gästen gemeinsam das Lied vom „Edelweiß“ sang.

veröffentlicht am 11.08.2019 um 15:46 Uhr
aktualisiert am 11.08.2019 um 19:50 Uhr

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Das Musical „The Sound of Music“ wurde erstmals 1959 am Broadway aufgeführt, und zwar mit durchschlagendem Erfolg. Es wurde 1965 verfilmt, in der Hauptrolle mit Julie Andrews. Für das Sonnentor-Theaterfestival vom 10. bis zum 25. August produzierten der Berliner Schauspieler Jens Wassermann und die Bückeburger Sängerin Miriam Heinze die Geschichte der Trapp-Familie aus Österreich für die Bühne. Die musikalische Leitung haben Dietmar Schlabertz und Insa Berns, für die Inszenierung ist Eleonore Daniel verantwortlich.

Die Geschichte spielt 1938 in Salzburg. Die lebenslustige, musikalische Novizin Maria (Stephanie Feindt) wird von ihrer Kloster-Oberin (Miriam Heinze) als Hauslehrerin zum verwitweten Kapitän Georg von Trapp (Jens Wassermann) geschickt. Dieser regelt das Leben seiner sieben Kinder mit der Trillerpfeife, denn nach dem Tod seiner Frau hat er die emotionale Bindung zu ihnen verloren. Maria wäscht dem Kapitän gehörig den Kopf: „Das sind keine Kinder, sondern kleine, unglückliche Maschinen.“

Mit ihrer Musikalität und ihrer Empathie für die Sorgen und Nöte der Kinder gewinnt sie deren Zuneigung. Nach einigen Schwierigkeiten erobert Maria auch das Herz des disziplinierten Barons von Trapp. Es wird geheiratet, aber die Familienidylle der singenden Trapps droht zu zerbrechen, denn nach dem Beitritt Österreichs zum faschistischen Deutschland soll der Vater Kommandeur der Reichsmarine werden. Mit diesen „ideologischen Schweinen“ will er aber nichts zu tun haben, und so flieht die Familie zunächst in die Schweiz. Maria, die den Weg über die Berge kennt, führt ihren Mann und die Kinder in die Freiheit.

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Mit viel Einfühlungsvermögen begeistert Maria die Trapp-Kinder für die Musik.

Für die Rollen der sieben Trapp-Kinder wurden die Sänger und Sängerinnen des Schaumburger Jugendchores gecastet. Die Auswahl war nicht leicht, auch von der Statur her mussten sie altersmäßig den Eindruck von Geschwistern, die wie die Orgelpfeifen aufeinanderfolgen, vermitteln. Auch viele Mitglieder des Kammerchores Cantemus waren auf der Bühne zu sehen und zu hören.

Es war ein Abend mit wunderschöner Musik, die berührte. Zu Beginn weckte Maria bei den Kindern die Freude am Singen mit dem Lied „Do-Re-Mi“. Der Jodler vom Ziegenhirten hoch auf der Alm, von den Trapp-Kindern gesungen, klang authentisch nach Bergen und Idylle im Sommer. Als regelrechter Ohrwurm erwies sich das Lied „Regen auf Rosen und turtelnde Tauben“. Hilfe für unglückliche Lebenslagen bot der Refrain aus diesem Lied: „Wenn was schiefgeht, wenn’s mir mies geht, und mir fehlt der Mut; dann denk ich an Dinge, die ich gerne mag – und schon geht’s mir wieder gut.“ Stephanie Feindt überzeugte in diesem Musical mit ihrem fröhlichen, natürlichen Schauspiel und ihrem Gesang. Als Zugabe kam zum Schluss noch der Schaumburger Jugendchor mit einigen Liedern auf die Bühne. Diese freie Theaterproduktion, die ohne staatliche Subventionen auskommt, wurde von vielen lokalen Sponsoren unterstützt. Es folgen noch vier Open-Air-Auftritte in Oberhof (Thüringen) und auf dem Sonnentor-Hof in Babke (Mecklenburgische Seenplatte).

Für den nächsten Sommer kündigte Miriam Heinze bereits das Musical „West Side Story“ an, für das die Sonnentor-Gruppe die Aufführungsrechte erworben habe. Voraussetzung einer Inszenierung seien aber wieder viele finanzielle Förderer.




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