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Mehrere größere Einrichtungen wie Altersheim und Schulen noch betroffen

Update: Zwei Wasserrohrbrüche in Bückeburg

BÜCKEBURG. Zwei Wasserrohrbrüche kurz nacheinander haben am Montagmorgen für Probleme mit der Wasserversorgung in Bückeburg gesorgt. Betroffen war nach Angaben der Stadtwerke Schaumburg-Lippe die sogenannte Röcker Leitung, einmal im Bereich des Schlosses, einmal am Bergbad. Infolgedessen kam es zu Druckschwankungen im Bereich Röcke. Außerdem waren an der Leitung liegende größere Einrichtungen wie die Seniorenresidenz Herminenhof, die Blindow-Schule, das Gymnasium Adolfinum und das Schloss betroffen, das Bergbad nicht. Haushalte sind im Bereich der Kernstadt nicht an die Leitung angeschlossen.
Im Bereich Röcke konnten in kurzer Zeit die Druckschwankungen durch Umschiebern anderer Versorgungsleitungen aufgefangen und die Wasserversorgung hergestellt werden. Nur sehr wenige Haushalte in Röcke hatten über mehrere Stunden kein Wasser, da der Druck in höher gelegenen Häusern nicht ausreichte.

veröffentlicht am 22.06.2020 um 10:54 Uhr
aktualisiert am 22.06.2020 um 18:50 Uhr

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Für die größeren Einrichtungen, insbesondere den Herminenhof mit seinen weit über 100 Bewohnern, richteten die Stadtwerke eine Notversorgung ein. Im Adolfinum wurde nach der ersten Stunde der Unterricht beendet – und die Schüler wurden nach Hause geschickt. Besonders bitter war dies für die sogenannten B-Gruppen der Jahrgänge fünf und sechs. Sie hatten nach 14 Wochen Pause das erste Mal wieder regulären Unterricht – der nach einer Stunde vorbei war.

Begonnen hatten die Probleme mit der Wasserversorgung nach Angabe des Technischen Leiters der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, Michael Sokoll, gegen 7.40 Uhr. Im Bereich der Sackgasse der Lulu-von-Strauß-und-Torney-Straße am Denkmalsplatz sei bei den Verlegungsarbeiten der Wasserleitung „Röcker Leitung“ wegen eines dicken Betonbrockens das Rohr geplatzt, so Sokoll. Dadurch sei es zu Problemen mit der Wasserversorgung in Röcke gekommen, die sich insbesondere durch Druckschwankungen bemerkbar gemacht hätten. Auch das Bauerngut-Fleischwerk als der erste große Hauptabnehmer sei betroffen gewesen. Nach circa 20 Minuten habe man durch Umschiebern von Leitungen innerhalb des Netzes die Probleme größtenteils im Griff gehabt.

Bis circa 8.30 Uhr. Denn dann kam es als Folge des ersten Rohrbruchs zum zweiten Rohrbruch – wieder an der „Röcker Leitung“, dieses Mal aber direkt vor dem Eingang des Bergbades nur wenige Meter unterhalb der beiden Wasserbehälter im Harrl. Dort wurden Gehweg und Fahrbahn über mehrere Meter Länge unterspült und sackten ab. Schmutzig-braunes Wasser floss die Birkenallee und die Parkstraße hinab bis hinunter auf die Georgstraße. Schlamm und Geröll mussten später von den Mitarbeitern des Bauhofes beseitigt werden. Der zweite Rohrbruch hatte zur Folge, dass Seniorenresidenz und Schulen ohne Wasser da standen – was angesichts der Hygiene-Vorschriften in Corona-Zeiten zu Problemen führte. Die Schulen beendeten den Unterricht. Für die Seniorenresidenz wurde durch das Anzapfen eines Hydranten die Wasserversorgung gesichert.

Bagger rückten an, um die Wasserleitung freizulegen und den Schaden an dem Wasserrohr zu heben. Bis zum späten Nachmittag dauert voraussichtlich die Reparatur. Foto: rc

Umgehend machten sich die Stadtwerke beziehungsweise Vertragsfirmen daran, die Schäden an der 200er-PVC-Leitung aus den Siebzigerjahren zu beseitigen. Die Arbeiten am Bergbad-Bruch zogen sich bis in den späten Nachmittag hin. Etwas eher waren die Arbeiten im Bereich der Lulu-Straße beendet. Bei den Baggerarbeiten am Bergbad gab es ein kleines Problem, weil der Asphalt als belastet eingestuft wurde und gesondert abgefahren werden musste.