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Frauenchor Bückeburg empört Aussage zu älteren Sängern

Verärgert über „Kreuz & Quer“-Chorleiter

Bückeburg. „Ich finde, das ist impertinent und frech, so ’was in die Zeitung zu setzen.“ Mit diesen deutlichen Worten hat Renate Schütte, die stellvertretende Vorsitzende des Frauenchores Bückeburg, ihrem Ärger über den Leiter des Probsthäger Kirchenchores „Kreuz & Quer“, Mathias Goedecke, Luft gemacht. Anlass hierfür war ein am 29. März in unserer Zeitung veröffentlichter Bericht, in dem Goedecke mit folgender Aussage zur Altersstruktur des 40 Sänger zählenden Kirchenchores (darunter rund ein Dutzend Mitglieder bis 20 Jahre und zwanzig Mitglieder mittleren Alters) zitiert worden war: „Das ist sehr gemischt bei uns. Aber diese Struktur bleibt nur erhalten, wenn man älteren Sängern sagt: ‚Wir sind voll‘, und jüngere anwirbt. Das ist die Schwierigkeit, dass der Chor nicht überaltert.“

veröffentlicht am 06.04.2016 um 14:40 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:41 Uhr

06. April 2016 14:40 Uhr

Bückeburg. „Ich finde, das ist impertinent und frech, so ’was in die Zeitung zu setzen.“ Mit diesen deutlichen Worten hat Renate Schütte, die stellvertretende Vorsitzende des Frauenchores Bückeburg, ihrem Ärger über den Leiter des Probsthäger Kirchenchores „Kreuz & Quer“, Mathias Goedecke, Luft gemacht. Anlass hierfür war ein am 29. März in unserer Zeitung veröffentlichter Bericht, in dem Goedecke mit folgender Aussage zur Altersstruktur des 40 Sänger zählenden Kirchenchores (darunter rund ein Dutzend Mitglieder bis 20 Jahre und zwanzig Mitglieder mittleren Alters) zitiert worden war: „Das ist sehr gemischt bei uns. Aber diese Struktur bleibt nur erhalten, wenn man älteren Sängern sagt: ‚Wir sind voll‘, und jüngere anwirbt. Das ist die Schwierigkeit, dass der Chor nicht überaltert.“

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Bei der Jahresversammlung des Frauenchores Bückeburg wollte Schütte dies nun nicht unkommentiert lassen. „Da habe ich mich total drüber geärgert“, erklärte sie, und schob die Begründung gleich hinterher. „Es kann doch nicht sein, dass sich da ein Chorleiter hinstellt und sagt: ,Ältere Sänger nehme ich nicht!‘ Also ehrlich, Leute, das kann man doch nicht machen.“ Dies dürfe auch ein Chorverband so nicht hinnehmen. Und damit in dieser Angelegenheit kein Missverständnis aufkommt, betonte Schütte: „Gut, dass die Zeitung darüber berichtet und dies nicht ,hinter vorgehaltener Hand‘ gehalten hat, aber wie kann man sagen: ,Alte Leute nehmen wir nicht.‘?“ Eine Meinung, mit der die Vize-Vorsitzende bei der Versammlung nicht allein war. „Es sind doch die alten Menschen, die das Chorleben hochgehalten haben“ und „Ich finde das sehr dreist – das ist eine Frechheit“, lauteten zwei Kommentare, die anschließend aus dem Kreis der durchweg älteren Sängerinnen des Frauenchores Bückeburg zu hören waren.

Wie Renate Radtke, die Vorsitzende des Frauenchores Bückeburg, berichtet, gehören diesem Verein derzeit 29 aktive Mitglieder und zehn Fördermitglieder an. Dabei durften sich jetzt einige der Vereinsmitglieder über eine Ehrung für deren langjährige Treue zum Frauenchor freuen – und zwar Sigrid Bauer (30 Jahre Mitglied), Margret Schwarz und Renate Specht (jeweils 25 Jahre), Ursula Krauße (20 Jahre) sowie Marlies Vogt und Elfriede Brüggemann (jeweils zehn Jahre).

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Musikalisch geleitet wird der Frauenchor Bückeburg laut Radke übrigens seit stolzen 35 Jahren von Wolfgang Wicklein, der bei der Veranstaltung im Achumer Meierhof aber nicht mit von der Partie war. Und als stellvertretende Schriftführerin neu in den Vereinsvorstand gewählt wurde Gisela Franke.