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Zu teuer – Poller zur Sperrung der Fußgängerzone kommen nicht

Versenkt

BÜCKEBURG. Sieben Jahre ist über einen Antrag der damaligen Mehrheit von SPD/FDP/UWG/Grüne diskutiert worden und im Haushalt bereits 20 000 Euro bereit gestellt worden. Jetzt hat sich aber nach der Einholung eines Angebots herausgestellt, dass die Sperrung der Fußgängerzone mit zwei versenkbaren Pollern mindestens 60 000 Euro kosten würde – und wenn man die Braustraße sperrt – was erforderlich wäre, um den Verkehr aus der Zone herauszuhalten – sogar 90 000 Euro. Nun wird das Projekt zu den Akten gelegt.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 15:03 Uhr

An Wochenmarkt-Tagen wie freitags regelt sich die Durchfahrt durch die Zone von alleine. Foto: rc
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Der Grund für den Bau -und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Donnerstagabend, das Vorhaben bei einer Gegenstimme des Ratsherrn Andreas Paul Schöniger und ohne weitere Diskussion zu den Akten zu legen. Die Politik folgte damit einem Vorschlag der Verwaltung, die angesichts einer Verkehrszählung die Kosten-Nutzen-Relation als nicht gegeben ansieht, wie es Baubereichsleiter Björn Sassenberg formulierte. Die Zählung hatte 2014 ergeben, dass werktags 465 Fahrzeuge durch die Fußgängerzone fahren, davon 379 oder 81 Prozent Radfahrer. Sonntags waren es 160 Fahrzeuge, darunter 110 oder 70 Prozent Fahrräder. 90 Prozent der Radfahrer fuhren langsamer als 20 Stundenkilometer. Der Fahrzeugverkehr beruhe in der Regel auf erteilten Ausnahmegenehmigungen. Kontrollen hätten zudem ergeben, dass nur sehr wenige Fahrzeuge ordnungswidrig geparkt wurden, so Sassenberg.

Die Mehrheit unterstützte den Vorschlag der Verwaltung, sagte Mehrheitschef Dr. Jens Bartling (SPD). Von „gefährlichen Situationen“ durch sei der Mehrheit nichts bekannt, „eher durch Radfahrer“. Ratsherr Albert Brüggemann (SPD) regte eine intensivere Kontrolle des ruhenden Verkehrs. Was allerdings daran scheitert, dass die Kontrolleure des Ordnungsamtes der Stadt das aus rechtlichen Gründen nicht dürfen.rc




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