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Gemeinschaftsaktion von Siedlergemeinschaft und Stadt im Grüngürtel

Vier neue Bäume für die „Grüne Lunge“ Höppenfeld Bückeburg

BÜCKEBURG. In Zusammenarbeit mit der Siedlergemeinschaft Höppenfeld hat die Stadt durch Mitarbeiter des Bauhofes vier Bäume im Grünzug „Höppenfeld“ pflanzen lassen. Das haben Stadt und Siedlergemeinschaft in einer gemeinsamen Pressemitteilung ausgeführt.

veröffentlicht am 07.01.2021 um 12:20 Uhr
aktualisiert am 07.01.2021 um 18:00 Uhr

Gepflanzt wurden kürzlich zwei sogenannte „Kaiserlinden“ (Tilia europaea Pallida) als Baumtor. Der imposante Großbaum wurde früher oft in Verbindung mit Denkmälern des alter Kaisers Wilhelm gesetzt, auch in der Fußgängerzone ist es die behrrschende Baumart.. Im Grünzug „Höppenfeld“ soll die Lindenart als Nektarlieferant ihre Blüten anbieten.

Die zweite Baumart, die gepflanzt wird, gehört in die Gruppe der zehn seltenen, heimischen Baumarten in Deutschland. Es sind sogenannte Elsbeeren (Sorbus torminalis). Sie ähnelt der Eberesche, kann aber weitaus größer und älter werden. Mit den Früchten soll sie im Grünzug „Höppenfeld“ hauptsächlich zur Ernährung der Vogelwelt beitragen. Die Bastmatten oder weiße Schutzanstrich soll anfangs die dünnrindigen Linden vor Sonnenbrand schützen. Die Bäume werden drei Jahre lang gewässert, um ein Anwachsen auch in trockenen Zeiten zu ermöglichen.

In den 1980-er Jahren war im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens die Umgehungsstraße B 65 gebaut worden. Auf Betreiben der Siedlergemeinschaft erwarb die Stadt das Gelände zwischen der Trasse der B 65, Molkerei, ehemaliger Ziegelei und Maulbeeke in der Absicht, dort ein Naherholungsgebiet als Lärmschutz und Grüne Lunge zum Höppenfeld einzurichten. Es entstand in den Jahren 1992 und 1994 mit mehreren Pflanzaktionen und durch tatkräftige und finanzielle Beiträge der Stadt, der Siedlergemeinschaft und einzelner Siedlerfreunde ein von Spazierwegen durchzogener circa 15 000 Quadratmeter großer Grüngürtel, in dessen Boden die Siedlergemeinschaft 60 Bäume und 450 Büsche pflanzte und der offiziell am 9. Juni 1995 in Anwesenheit von Vertretern der Stadt und der Sparkasse eingeweiht wurde. Zur Ausstattung des Grüngürtels gehörten auch Nistkästen, ein größerer Schaukasten mit Lageplänen, mehrere von der Sparkasse gesponserte rustikale Tische und Bänke und der Bolzplatz.

Fortwährender Vandalismus ließ nur die Nistkästen übrig, die regelmäßig im Frühjahr bezugsfähig gemacht werden. Dazu wird im Frühjahr eine Müllsammelaktion durchgeführt. Natürlich haben Heinz Kramer und Hans Reimann als Initiatoren der Bepflanzung immer noch ein Auge auf den Baumbestand und haben selbst so manches Bäumchen zusätzlich gepflanzt sowie diese grüne Lunge mehrfach erfolgreich gegen die Ansiedlung von Gewerbe verteidigt.

Umso mehr freut es die Siedler um die umtriebigen Initiatoren der Grüngürtelbepflanzung, dass sich die Stadt in Gestalt von Christiane Kellermeier als Baumsachverständige vom Fachdienst Umwelt bereit erklärt hatte, mit einer Baumspende von zwei Elsbeeren abgängige Bäume zu ersetzen. Neben der nicht außer Acht zu lassenden Bedeutung als Bienenweide dient die seltene Elsbeere mit ihren Früchten auch vielen Vogelarten als Nahrungsquelle. Die Bäume werden bis zu 300 Jahre alt und bis zu 30 Meter hoch. Insofern fügen sie sich gut in das Ensemble von zwei wenig anspruchsvollen Kaiserlinden ein, vom Bauhof in Form eines sogenannten Baumtors gepflanzt. Die Kaiserlinden stiftete Günther Schwarz von der Schloss-Apotheke für seine beiden Töchter. r/rc




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