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DBL-Eggers GmbH investiert 1,1 Millionen Euro in eine neue Waschanlage

Vier Tonnen Wäsche am Tag

BÜCKEBURG. Eine der modernsten Waschanlagen Europas für Berufskleidung ist kürzlich bei DBL-Eggers in der Bückeburger Kreuzbreite in Betrieb genommen worden. 1,1 Millionen Euro hat der Anbieter von Mietberufskleidung und Mietfußmatten in die Anlage investiert. Sie wird vollautomatisch gesteuert, nur noch am Anfang und am Ende müssen die Mitarbeiter Hand anlegen, um Wäsche entweder in den Waschprozess zu bringen oder anschließend zu entnehmen.

veröffentlicht am 08.06.2016 um 10:47 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:41 Uhr

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„Eine deutliche Entlastung für meine Mitarbeiter“, erklärte uns Geschäftsführer Dietmar Eggers beim Rundgang durch das Unternehmen. Und ein deutlich geringerer Energieverbrauch: Statt bis zu zwölf Litern reichen nun rund acht Liter Wasser je Kilogramm Textilien zum Waschen. Zudem wird das aufgewärmte Wasser genutzt, um über Wärmetauscher das kalte Frischwasser aufzuheizen. Auch die Waschmittel werden auf die jeweilige Charge, die die riesige Wäschetrommel durchlaufen soll, passend gemixt und automatisch zugeführt. Wie viel Energie nun tatsächlich im Endeffekt gespart wird, dazu ist es noch zu früh. Für exakte Vergleichszahlen muss die Anlage ein Jahr in Betrieb sein, erklärt Eggers.

Neben verringerter Umweltbelastung bedeutet die Anlage aber auch bessere Arbeitsbedingungen für das Team. „Mir ist die Gesundheit der Mitarbeiter und ihre Motivation wichtig“, umreißt der Geschäftsführer einen wichtigen Bereich der Investition, die mit einer Umstrukturierungsphase einher geht. Statt wie früher schwere Beutel mit schmutziger Berufskleidung zu schleppen, auszuschütten und zu sortieren, geht das ganze Prozedere jetzt deutlich einfacher und körperschonender über die Bühne. Eine Mitarbeiterin entnimmt aus einer Wanne ein Kleidungsstück und kontrolliert die Taschen, ob alles leer ist. Eggers: „Werkzeug, Kugelschreiber oder Fusseln von Papiertaschentüchern etwa gehen gar nicht.“

Dann scannt die Mitarbeiterin einen in das Kleidungsstück genähten Barcode ein und hängt das Kleidungsstück in das Transportband. Ab jetzt übernimmt die Maschine. Automatisch wird das Kleidungsstück über ein Rollsystem dorthin transportiert und einsortiert, wo schon ähnliche Artikel hängen - etwa blaue, schwarze, weiße oder spezielle Textilien zum Beispiel mit Reflektoren. Ist die Sortierung voll, das Maximalgewicht erreicht und die Wäschetrommel leer, wird per Mausklick ausgelöst. Über ein weiteres Rollsystem geht es zur Waschmaschine, automatisch werden die Bügel gelöst, die Schmutzwäsche fällt auf ein Förderband und ab geht es in die Trommel. Wo gewaschen, geschleudert, gepresst und getrocknet wird. 55 Kilo passen in jedes Abteil der Waschstraße. Bis zu vier Tonnen schafft die Maschine – am Tag.

Auch in die Kompetenz der Mitarbeiter investiert Eggers. Sie werden mehr und mehr geschult, ein Gesundheitsmanagement wurde eingeführt und ein Generationswechsel eingeleitet. Maßnahmen, bei denen die Mitarbeiter mitgenommen werden. „Wie die Gesellschaft überaltern auch die Betriebe“, erklärt Eggers. Daher suche er ständig gute und insbesondere junge Mitarbeiter. Ausgebildet wird bei DBL-Eggers auch, im IT-Bereich sowie Büro- und Industriekaufleute. Für den Ausbildungsbereich Textilreiniger dagegen finden sich kaum Interessenten. „Obwohl es ein sehr interessanter Beruf mit großen Anforderungen im Bereich Chemie, Biologie, handwerklichen Fähigkeiten oder bügeln ist.“ Und vertieften Kenntnissen und Wissen über Stoffe und Materialien.

Denn bei DBL-Eggers wird Berufsbekleidung aus so guten wie allen Branchen gewaschen: Handwerk, Industrie, Metallbaufirmen, Lebensmittel-Produzenten, Gastronomie und Sicherheitskleidung etwa von Mitarbeitern aus Straßenmeistereien oder Baufirmen. Kleidung, in denen unterschiedlichste Stoffe und Materialien verwendet werden. Gerade die Schutzkleidung kann nicht einfach so gewaschen werden, sondern braucht ihre „Spezialwäsche“ und „Spezialwaschmittel“, damit zum Beispiel Reflektoren nicht matt oder brüchig werden. Oder Schweißerkleidung nicht mehr hitzebeständig ist.

Der klassische Blaumann hat bei der DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH längst ausgedient. Wie Dietmar Eggers sagt, werden attraktive Optik und das Thema Corporate Fashion immer wichtiger. Daher entstehen ständig neue Kollektionen, zudem wird auf dem Markt geguckt, was die Kunden oder potenzielle Kunden interessieren könnte. Alles unter der Maxime: „Der Träger muss sich darin wohlfühlen.“ Das Produktmanagement sorgt dafür, dass die höchsten Ansprüche und Sicherheitsvorschriften erfüllt werden. Einlaufen? Ausfärben? Verwaschen? „Akzeptieren wir nicht“, so Eggers: „Die Kleidung muss so raus kommen, wie sie in die Maschine gekommen ist.“

DBL-Eggers ist ein mittelständisches Unternehmen, das 1883 unter dem Namen Eggers gegründet wurde. 120 Mitarbeiter arbeiten im Betrieb an der Wilhelm-Raabe-Straße im Gewerbegebiet Bückeburg. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von circa zehn Millionen Euro. Seit 1971 gehört Eggers der DBL an, der Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH.. In dem Verband haben sich zwölf mittelständische Unternehmen mit 24 Standorten organisiert, deren rund 2800 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro erwirtschaften. Der Verbund bietet die gesamte Organisation der Miettextilien in ganz Deutschland. Die einzelnen regionalen Familienunternehmen übernehmen dabei nach DBL-Angaben die individuelle Versorgung der Kunden mit moderner Mietberufskleidung, Mietfußmatten oder Schutzkleidung.




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