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Knapp 3,8 Millionen Euro Jahresüberschuss

Volksbank in Schaumburg bleibt weiter auf Wachstumskurs

BÜCKEBURG. Die Volksbank in Schaumburg hat ihren Wachstumskurs auch im vergangenen Jahr fortsetzen können und erneut ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Davon profitieren auch die Mitglieder der Genossenschaftsbank, die sich über die Ausschüttung eine zweiprozentigen Dividende und die Zahlung von Mitgliederboni freuen können.

veröffentlicht am 05.06.2019 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 05.06.2019 um 18:20 Uhr

Das Volksbank-Vorstands-Trio Reinhard Schreeck (links), Joachim Schorling (rechts) und Anja Bracht (2. von rechts) sowie der Vorsitzende des Volksbank-Aufsichtsrats, Dr. Uwe Hohmeyer, (3. von rechts) freuten sich über die Wiederwahl der Aufsichtsrats
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Die Volksbank in Schaumburg hat ihren Wachstumskurs auch im vergangenen Jahr fortsetzen können und erneut ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. So ist deren Bilanzsumme 2018 gegenüber dem Vorjahr um 15,9 Prozent auf rund 1,79 Milliarden Euro angestiegen. Der in der Gewinn- und der Verlustrechnung ausgewiesene Jahresüberschuss beträgt gut 3,76 Millionen Euro (2017: circa 3,7 Millionen Euro). Das berichtete Vorstandsmitglied Reinhard Schreeck anlässlich der Vertreterversammlung im Rathaussaal, an der rund 300 Gäste, darunter 155 stimmberechtigte Vertreter, teilnahmen.

Das verzeichnete Bilanzsummenwachstum ist auf der Aktivseite der Bilanz laut Schreeck auch diesmal wieder durch das Kreditgeschäft – und dabei insbesondere durch Immobiliendarlehen – getrieben worden. Die Kundeneinlagen erhöhten sich trotz anhaltender Niedrigzinsphase um 21 Prozent auf fast 1,3 Milliarden Euro (2017: circa 1,1 Milliarden Euro).

„Das Geschäftsmodell der Volksbanken und Raiffeisenbanken mit der starken regionalen Verankerung und der Fokussierung auf die Menschen vor Ort ist intakt und wird von den Mitgliedern und Kunden der Bank honoriert“, sagte Schreeck. Der Erfolg der Volksbank in Schaumburg basiere zudem auf dem Engagement der gut ausgebildeten, motivierten Mitarbeiter der Genossenschaftsbank, die ein wichtiger Teil der heimischen Wirtschaft sei.

Mehrheitlich stimmte die Vertreterversammlung der vom Vorstand vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses zu. Foto: wk

Apropos Niedrigzinsphase und Immobiliengeschäft: Hierzu gab Schreeck die Einschätzung, dass die Nachfrage nach Immobilien auch in den kommenden Jahren groß bleibe. Den Bedarf an Baugrundstücken bedient die Volksbank in Schaumburg demnach durch das Bereitstellen zahlreicher Baugebiete unter anderem in den Gemeinden Helpsen, Haste und Hohnhorst sowie im Auetal. Zudem gibt es ihm zufolge Überlegungen, ein großes Baugebiet in Bad Nenndorf zu erweitern.

Darüber hinaus kümmere man sich intensiv um die „Revitalisierung“ alter Baugebiete, führte Schreeck weiter aus. Exemplarisch verwies er auf jenes innerstädtische Gelände in Bückeburg, auf dem früher das inzwischen abgerissene Krankenhaus Bethel gestanden hatte. Ein Grundstück, auf dem nun in Kooperation mit einem Investor (Immac-Gruppe) ein „zukunftsweisendes Projekt“ entstehe.

Geplant sind dort nach Information der Volksbank ein großes Pflegezentrum sowie mehrere Eigentumswohnungen mit der Möglichkeit des Betreuten Wohnens. Hinsichtlich dieser Eigentumswohnungen äußerte sich Schreeck optimistisch, mit deren Vermarktung noch im zweiten Halbjahr dieses Jahres beginnen zu können.

Was den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresüberschuss (knapp 3,8 Millionen Euro) betrifft, schlugen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Volksbank in Schaumburg vor, hiervon zwei Millionen Euro in die Ergebnisrücklagen einzustellen. Von dem somit verbleibenden Bilanzgewinn (rund 1,764 Millionen Euro) sollten circa 204 829 Euro zur Ausschüttung einer Dividende (zwei Prozent) an die Genossenschaftsmitglieder verwendet werden; außerdem regte der Bankvorstand an, insgesamt 438 292 Euro in Form von Mitgliederboni auszuzahlen. Unterm Strich würde dies einer Durchschnittsdividende von 6,2 Prozent entsprechen. Die Vertreterversammlung votierte mehrheitlich bei zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen dafür, den Jahresüberschuss wie vorgeschlagen zu verwenden.

An Steuern hat das Geldinstitut nach Auskunft von Schreeck für das Geschäftsjahr 2018 mehr als 8,1 Millionen Euro zahlen müssen, von denen rund 3,8 Millionen Euro als Gewerbesteuer an die Kommunen vor Ort fließen. Dass die Steuerlast weit höher als der genannte Jahresüberschuss ist, erklärte er auf Nachfrage dieser Zeitung wie folgt: Die Steuern sind auf das in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführte „Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit“ (rund 20,45 Millionen Euro Gewinn) zu zahlen. Von den nach Abzug der Steuern verbleibenden rund 12,27 Millionen Euro ist ein Betrag in Höhe von 8,5 Millionen dem Eigenkapital der Bank zugeführt worden. Übrig bleiben somit die knapp 3,8 Millionen Euro Jahresüberschuss.




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