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Patricia Schneider ab jetzt Hofbereiterin / Erstmals Besucher wegen Fotografierens des Saales verwiesen

Volles Haus an drei Tagen

veröffentlicht am 11.06.2019 um 12:14 Uhr
aktualisiert am 11.06.2019 um 18:30 Uhr

Hofreitschul-Ausbilderin Diana Krischke als Johanna von Orleans in schimmernder Rüstung. Foto: JP
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Großes Pfingstprogramm in der Fürstlichen Hofreitschule: Am gesamten Wochenende konnte Deutschlands einzige Hofreitschule, in diesem Jahr gerade 15 Jahre jung geworden, mit aufwendigen und farbenprächtigen Vorführungen begeistern. „Volles Haus“ hieß es dabei nicht nur bei der zwei Mal aufgeführten „Bückeburger Reitkunst“, der regelmäßig dargebotenen 45-minütigen Vorführung der Hohen Schule barocker Reitkunst.

Die ebenfalls am Pfingstwochenende in Szene gesetzte große „Gala der Künste“ – nur einer von drei Terminen insgesamt in diesem Jahr – war bereits seit langer Zeit restlos ausverkauft. Bis auf den letzten Platz besetzt war das Historische Reithaus, als die Hofbereiter dort unter dem Titel „Moviestars“ großes Kino zu Pferde darboten. Dabei zu erleben: Cowboys und Indianer, den König der Löwen, der Untergang der Titanic, kämpfende Sarazenen, die drei Musketiere, die Jungfrau von Orleans und nicht zuletzt Graf Dracula höchstpersönlich als Moderator.

Etwas ganz Besonderes stellte diese zweite Aufführung der diesjährigen „Gala der Künste“ für Patricia Schneider dar: Die 27-jährige studierte Pferde-Managerin, die seit 2015 als Elevin und Mitarbeiterin des Hofbereiter-Teams an der Fürstlichen Hofreitschule tätig ist, hatte einen Tag zuvor aus den Händen von Hofreitschul-Direktorin Christin Krischke und Hofreitmeister Wolfgang Krischke ihre Urkunde und Ernennung zur „Hofbereiterin“ erhalten und darf sich fortab offiziell so nennen.

Aber auch auf etwas unerfreuliche Weise stellte diese „Gala der Künste“ für die Fürstliche Hofreitschule eine Premiere dar: Zum ersten Mal in der 15-jährigen Geschichte der Einrichtung sahen sich die Verantwortlichen gezwungen, während einer laufenden Veranstaltung von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und eine Besucherin des Saales zu verweisen. Die ältere Dame hatte sich – trotz nachdrücklicher und unmissverständlicher Ansage von Direktorin Christin Krischke – nicht an das geltende Film- und Fotografier-Verbot gehalten und musste daraufhin das Historische Reithaus unverzüglich verlassen.




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