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Von Elben und Wasserpooken

RODENBERG. Marlies Bernd-Büschen hat einer jungen Zuhörerschar im Rodenberger Schloss einen Einblick in die lokale Sagenwelt gegeben.

veröffentlicht am 30.06.2016 um 15:18 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 05:42 Uhr

Für den Band „Über den Deister gehen“ von Gudrun Wildhagen und Udo Mierau überarbeitete Bernd-Büschen selbst 31 alte Geschichten aus der Region.

Basierend auf der Chronik von Adolf Mithoff von 1912 erzählte die Museumsführerin den Kindern von Elben und Wasserpooken in der feuchten Gegend an der Aue, mit denen Kindern in früheren Zeiten die Gefahren des über die Ufer tretenden Flusses verdeutlicht werden sollten.

Der „Brassenkopp“ war eine der Schauergestalten, die sich die Kinder schnappten, wenn sie sich zu nah ans Wasser wagten.

Eine Sage erklärt der Ursprung der heutigen B 65

Sehr zeitgemäß ist die Geschichte vom alten Landvermesser. Der wurde nämlich damals von den Algesdorfer Bauern bestochen, damit er die Straße von Hannover nach Minden nicht quer durch ihre Felder plant, sondern auf der Strecke der heutigen B 65. Wegen seiner Gewissenlosigkeit spukte er nach seinem Tod über die Felder, um nach der richtigen Strecke zu suchen.

Ein anderes fragwürdiges „Bauprojekt“ vergangener Tage ist die Teufelsbrücke im Deister. Der Jäger Dagobert erlegte dort einen Hirsch auf der anderen Seite eines Baches. Um an seine Beute zu gelangen, ließ er sich auf einen verhängnisvollen Pakt mit dem Teufel ein, der ihm eine Brücke zauberte.geb




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