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Schwimmerin Leah Wachsmuth: Das hier ist meine Homebase

Von Kenia direkt ins Bückeburger Bergbad

Bückeburg. „International“ kann sich das große Bergbad-Pokal-Schwimmfest des VfL Bückeburg schon sehr lange nennen, nicht nur durch die mannigfaltige Teilnahme von Vereinen aus den Niederlanden wie Van Vliet Barracuda Nieuwerkerk oder dem AZVD Assendelft. Auch Schwimmer aus Polen, Frankreich und Tschechien gingen im Bergbad an den Start, zuletzt 2011 und 2012 auch aus den USA. Einen besonderen internationalen Anstrich erhielt das 34. Bergbad-Pokal-Schwimmfest in diesem Jahr durch Kenia und Finnland, zwei Nationen, die beim Großereignis an der Birkenallee mit 500 Schwimmsportlern, weit über 2000 Einzel- sowie 150 Staffel-Starts noch nicht vertreten waren.

veröffentlicht am 11.06.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:41 Uhr

11. Juni 2013 00:00 Uhr

Bückeburg. „International“ kann sich das große Bergbad-Pokal-Schwimmfest des VfL Bückeburg schon sehr lange nennen, nicht nur durch die mannigfaltige Teilnahme von Vereinen aus den Niederlanden wie Van Vliet Barracuda Nieuwerkerk oder dem AZVD Assendelft. Auch Schwimmer aus Polen, Frankreich und Tschechien gingen im Bergbad an den Start, zuletzt 2011 und 2012 auch aus den USA. Einen besonderen internationalen Anstrich erhielt das 34. Bergbad-Pokal-Schwimmfest in diesem Jahr durch Kenia und Finnland, zwei Nationen, die beim Großereignis an der Birkenallee mit 500 Schwimmsportlern, weit über 2000 Einzel- sowie 150 Staffel-Starts noch nicht vertreten waren.

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Einen internationalen schwimmsportlichen Werdegang kann die 12-jährige Leah Wachsmuth vorweisen. Geboren im Jahr 2000 in Korea wechselte sie 2002 im Alter von zwei Jahren mit ihrer Familie nach Nigeria, wo sie als Vierjährige mit dem Schwimmen begann. 2007 ging die Familie für mehrere Jahre in den Iran, seit 2010 ist ihre Heimat Kenia. Obwohl die 12-Jährige, die die kenianische Staatsbürgerschaft besitzt und fließend deutsch und englisch spricht, bereits mehr Länder und Kontinente gesehen hat als manch anderer in seinem ganzen Leben, hat sie zugleich starke heimatliche Wurzeln in Bückeburg: Ihre Mutter Christine Fensch stammt von hier, wuchs in Bückeburg auf und ging am Adolfinum zur Schule. Der Grund für die regelmäßigen globalen Ortswechsel ist der Beruf ihres Vaters Klaus Wachsmuth, der in leitender Position für einen internationalen Lebensmittelkonzern tätig ist.

Ihre Sommer- und Weihnachtsferien verbringt Leah Wachsmuth stets in Bückeburg, wo sie seit Jahren regelmäßig mit Aktiven der Schwimmabteilung des VfL trainiert. Die luden sie jetzt auch erstmalig zum Bergbad-Pokal ein, wo Leah Wachsmuth für die International School of Kenya an den Start ging. „Es ist toll, wie sich hier seitens des VfL um Leah gekümmert wird“, findet ihre Mutter. Nicht nur deshalb sieht Leah Wachsmuth, obwohl in Korea geboren, in Bückeburg ihre Heimat: „Das ist meine Homebase, in die ich immer wieder zurückkehren kann.“

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Ebenfalls zum ersten Mal beim Bergbad Pokal dabei war Lotta Mäkipää aus Finnland. Die 18-Jährige vom Swimming Team Joensuu verbringt ein Jahr als Austauschschülerin in Berlin und reiste mit der SG Neukölln nach Bückeburg. Noch bis zum Juli besucht die Freistil- und Schmetterlings-Spezialistin ein Gymnasium in der Bundeshauptstadt, um dann in ihre Heimatstadt zurückzukehren.

Einen besonderen Anstrich verlieh das Wetter dem Bergbad- Pokal: Zum ersten Mal seit Jahren mit Regen, Wind und Kälte lachte die Sonne aus azurblauem Himmel. „Phantastisch“, befand SGS-Vize und Schwimmfest-Organisator Ralph Seele. „Absolut genial – wer in diesem Jahr nicht dabei ist, hat eine besondere Atmosphäre verpasst“, jubelte VfL-Ehrenpräsident Erich Koch, diesmal als Stadionsprecher beim Bergbad-Pokal aktiv. Einen Wermutstropfen gab es trotzdem: Mit dem Schönebecker SV musste einer der langjährigsten und treuesten Vereine seine Teilnahme aufgrund der Flutkatastrophe in Ostdeutschland in letzter Minute absagen. In der Stadt im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt wurde der Scheitelpunkt des Elbehochwassers erwartet, welches höher befürchtet wurde als im Katastrophenjahr 2002. jp