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Museum Bückeburg auf der Suche nach Ausstellungsstücken des 20. Jahrhunderts

Wer hat noch einen Volksempfänger?

BÜCKEBURG. Das 20. Jahrhundert war eine Epoche des rasanten technologischen und gesellschaftlichen Wandels. Es ist geprägt durch zwei schreckliche Weltkriege und durch den Absturz von Kulturnationen in die Barbarei. Die Themen des 20. Jahrhunderts sollen in der neuen Dauerausstellung des Museums Bückeburg vorkommen. Weil nur ein Ausstellungsraum für diesen Zeitabschnitt zur Verfügung steht, sind die Möglichkeiten beschränkt. Umso interessanter und passender müssen die gezeigten Objekte und ihre Erläuterungen sein.

veröffentlicht am 28.08.2020 um 10:49 Uhr

Das Museum Bückeburg hat zwar eine große Sammlung, sie ist jedoch weitgehend volkskundlich geprägt und hat für den genannten Zeitraum nur wenig zu bieten. Es werden also noch Objekte für die neue Ausstellung gesucht. Folgende Zeitabschnitte sind für die Präsentation vorgesehen:

1900 bis 1930: Erster Weltkrieg, Ende der Monarchie, Freistaat Schaumburg-Lippe

1930 bis 1949: Nazi-Zeit, Zweiter Weltkrieg, Nachkriegszeit

Ein Versammlungsraum der NSDAP in Bückeburg.

1950 bis 1980 – Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Jugendprotest

Gerade für die Zeit des Nationalsozialismus und des II. Weltkrieges ist die Objektlage dünn. Es werden deshalb noch Ausstellungsstücke gesucht. Die Objekte sollten für den Zeitraum von etwa 1930 bis 1950 typisch und aussagekräftig sein und sie sollten aus Schaumburg-Lippe stammen oder hier benutzt worden sein. Um diese dauerhaft präsentieren zu können, müssen sie Teil der Museumssammlung werden. Leihgaben können also nicht eingesetzt werden und auch Ankäufe sind nicht möglich.

Die Nazi-Zeit war geprägt von nationaler Begeisterung, von Ausgrenzung und Propaganda zum Schaffen von Feindbildern, von umfangreichen Zerstörungen in Folge des Krieges und vom totalen Zusammenbruch von Recht und Ordnung. Die gesuchten Ausstellungsstücke sollten sich auf diese Themenbereiche beziehen lassen. Ein „Volksempfänger“ ist beispielsweise so ein Objekt – damals modern und fortschrittlich – allerdings wurde das neue Medium Rundfunk gleich als staatliches Propagandainstrument missbraucht. Wer einen Volksempfänger abgeben möchte und dazu noch weiß, wer ihn gekauft oder besessen hat, kann sich im Museum melden, entweder telefonisch Dienstag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr unter (0 57 22) 48 68 oder per Email unter info@museum-bueckeburg.de, damit ein Gesprächstermin verabredet werden kann.r




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