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Veranstalter äußert sich zu Zukunftsplänen

Wie lange wird es das MPS in Bückeburg noch geben?

BÜCKEBURG. Nur eine kleine Zahl von Kernstandorten möchte Gisbert Hiller als Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculums auch über seinen 65. Geburtstag hinaus bespielen, nämlich Köln, Berlin, Weil am Rhein, Luhmühlen, Speyer, Karlsruhe, Hohenweststedt, Rastede – und Bückeburg.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 11:52 Uhr
aktualisiert am 29.01.2019 um 20:10 Uhr

Jahr für Jahr „pilgern“ Tausende Fans zum MPS nach Bückeburg. Foto: jp
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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BÜCKEBURG. Wie lange wird es das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Bückeburg noch geben? Seit den ersten Ankündigungen von MPS-Chef und -Gründer Gisbert Hiller, sich aus Altersgründen Stück für Stück aus der bundesweiten Reihe mittelalterlicher Großveranstaltungen zurückzuziehen und dabei auch Jahr für Jahr immer mehr Standorte aufzugeben, kursieren auch am zweitgrößten MPS-Veranstaltungsort Bückeburg die Spekulationen.

Insbesondere geschieht dies, weil sich 2017 herausstellte, dass kein designierter Nachfolger – wie ursprünglich geplant – die Veranstaltungsreihe unter anderem Namen, aber mit ähnlichem Konzept weiterführen würde. Jetzt hat sich Gisbert Hiller anlässlich des ebenfalls von ihm organisierten Phantastischen Mittelalterlichen Lichterweihnachtsmarkts im Dortmunder Fredenbaumpark erneut dazu geäußert, wie es mit dem MPS weitergehen wird – und vor allem wo.

Konkrete Vorstellungen gibt es bereits für Dortmund. Im dortigen Fredenbaumpark möchte Hiller noch genau drei Mal sein Mittelalterlich Phantasie Spectaculum im Frühsommer und den Lichterweihnachtsmarkt im Herbst veranstalten. 2021 werde er 65 Jahre alt und danach den Standort Dortmund definitiv aufgeben, so Hiller, auch und gerade, damit der Fredenbaumpark sich langfristig von den Beanspruchungen durch die beiden Großveranstaltungen wieder erholen könne. Auch anderweitig werde die in diesem Jahr noch 13 Spielorte umfassende Veranstaltungsreihe bis dahin weiter ausgedünnt. So werde das MPS auch in Bad Säckingen (Baden-Württemberg) und Maxlrain (Bayern) nach 2021 nicht mehr durchgeführt.

Nur eine kleine Zahl von Kernstandorten möchte Hiller als Veranstalter des MPS auch über seinen 65. Geburtstag hinaus bespielen, nämlich Köln, Berlin, Weil am Rhein, Luhmühlen, Speyer, Karlsruhe, Hohenweststedt, Rastede und eben Bückeburg. „Wenn die Gesundheit es zulässt“, wird der Gründer des weltweit größten reisenden Mittelalter-Kultur-Festivals nicht müde zu betonen. Und sicher auch, sofern ihm „die Behörden nicht zu viele Stöcke zwischen die Beine werfen“. Dass dies auch alten Traditionsstandorten den schnell den Garaus machen kann, mussten im vergangenen Sommer die Stadtväter von Telgte erleben.

Ausgerechnet an seinem Heimat-Spielort direkt vor der eigenen Haustür platzte Veranstalter Hiller der Kragen, als ihm die Genehmigungsbehörden für das bevorstehende 25-jährige Jubiläum eine Verlängerung der Bühnenzeiten um eine Stunde verweigerten. Die Folge: Im Sommer 2019 soll das MPS-Jubiläum auf der Planwiese an der Ems noch gefeiert werden, danach ist jedoch mit dem MPS in Telgte Schluss.

Auch am Standort Bückeburg lief es zwischen dem MPS und dem Ordnungsamt des Landkreises nicht immer rund. Zweimal wurde die Großveranstaltung nach Anwohnerbeschwerden für nächtliche Musik verantwortlich gemacht. Später stellte sich heraus, dass die Musik vom gleichzeitig stattfindenden Stonebreaker-Festival in Kleinenbremen stammte.

Hinweis: In diesem Jahr findet das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Bückeburg an zwei Wochenenden im Juli statt. Terminiert sind der 13. und 14. Juli sowie der 20. und 21. Juli.




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