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Agrarministerin Otte-Kinast Ehrengast

Zukunft selbst mitgestalten

BÜCKEBURG. „Die Zukunft kann man am besten voraussagen, wenn man sie selbst mitgestaltet“, hat Barbara Otte-Kinast während des Neujahrsempfangs des Kreisverbands Schaumburg der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) gesagt. Niedersachsens Agrarministerin sprach im Rathaus in Vertretung des ursprünglich als Ehrengast vorgesehenen Finanzministers Reinhold Hilbers.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 14:20 Uhr

MIT-Neujahrsempfang: Sebastian Teiwes (von links), Dietmar Reddig, Barbara Otte-Kinast und Tilman Kuban im Le-Theule-Saal des Bückeburger Rathauses. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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„Wir haben in Niedersachsen viele Herausforderungen, aber wir müssen sie annehmen und dabei auch ganz konkrete Ziele festlegen“, ergänzte die Referentin. Was für die Landesregierung heiße: „Wir wollen Ökologie und Ökonomie in der Landwirtschaft besser miteinander in Einklang bringen, dem Tierschutz und dem Artenschutz gerecht werden, aber dabei nicht die Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe aus den Augen verlieren.“

Die Ziele könnten nur mit Offenheit gegenüber Veränderungen erreicht werden. „Moderne Landwirtschaft“, betonte Otte-Kinast, „muss den Anforderungen der Nachhaltigkeit gerecht werden.“ Hier erkenne sie bei zahlreichen landwirtschaftlichen Betrieben eine große Bereitschaft. „Viele haben sich auf den Weg gemacht, die Dinge selbst zu lösen und in vielen Bereichen mitzugestalten“, führte die Rednerin aus.

Ebenso wichtig sei es ihr, dass die Landwirtschaft die volle Akzeptanz der Gesellschaft erfahre. „Deswegen wollen wir gemeinsam handeln und ich fordere Sie auf, sich als Multiplikator aktiv in diese Diskussion mit einzubringen“, appellierte die Ministerin an die Empfangsteilnehmer.

Diese hatten zuvor Grußworte des MIT-Kreisvorsitzenden Sebastian Teiwes, des Vorsitzenden des Bezirksverbandes Hannover und stellvertretenden Landesvorsitzenden Dietmar Reddig sowie von Tilman Kuban gehört, der als designierter Nachfolger des heimischen Europaabgeordneten Burkhard Balz gehandelt wird.

Otte-Kinast machte als weiteres zentrales agrarpolitisches Thema in Niedersachsen die Reduzierung der Nährstoffüberschüsse aus. „Da ist der Handlungsbedarf sehr groß, wir haben zuviel Nitrat und Phosphat in unseren Kreisläufen“, verdeutlichte die Expertin. Die Nährstoffströme müssten risikoorientiert kontrolliert und die Vorgaben der neuen Düngeverordnung konsequent umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang seien Berufsstand und Politik gleichermaßen gefordert.

Mit Blick auf die Ausstattung gerade auch des ländlichen Raumes mit schnellen Internetverbindungen sagte die Ministerin: „Für mich ist die Digitalisierung einfach eine Grundvoraussetzung, sie gehört zur Daseinsvorsorge wie Wasser und Strom. Ohne Digitalisierung können wir unsere ländlichen Räume nicht lebendig erhalten.“

Es liege in ihrem besonderen Interesse, die ländlichen Räume als Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsräume zu entwickeln und zu stabilisieren. Woran fraglos auch der Mittelstand interessiert sei. „Dazu bedarf es ganz vieler Ideen und guter Konzepte für die Menschen in unseren Dörfern, ich möchte gerne mit dabei sein“, beschloss die Ministerin aus Hannover ihre Ausführungen.




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